Fußball Europa-League
Labbadia testet gegen Guingamp den zweiten Anzug

Der Hamburger SV kann im Play-off-Rückspiel der Europa League gegen EA Guingamp einige Stammspieler schonen. Das Weiterkommen ist nach dem 5:1-Sieg im Hinspiel so gut wie sicher.

Schongang statt Vollgas: Nach dem atemberaubenden Offensivspektakel beim 4:2-Sieg über den deutschen Meister VfL Wolfsburg kann der Hamburger SV im Play-off-Rückspiel der Europa League gegen Frankreichs Pokalsieger EA Guingamp das Tempo drosseln. 5:1 gewannen die Hanseaten bereits das Hinspiel vor einer Woche in der Bretagne - eine Ausgangsposition erster Güte. Fast folgerichtig setzt HSV-Trainer Bruno Labbadia heute Abend (20.30 Uhr/live im ZDF) nun auf seine zweite Garde.

"Es gibt Spieler, die noch nicht oft über 90 Minuten spielen konnten. Gerade für sie ist es wichtig, Wettkampfhärte zu bekommen. Dafür ist das Spiel gegen Guingamp sicher eine gute Gelegenheit", sagt Hamburgs Coach, dessen Team der Einzug in die lukrative Gruppenphase vom französischen Zweitligisten nur noch theoretisch zu nehmen ist: "Es soll sich zeigen, ob wir die nötige Breite im Kader haben. Die Jungs, die spielen, werden alles geben, um sich weiterzuentwickeln."

Eine Ankündigung, die von den Fans wohl genau überprüft werden wird. Nach dem starken Saisonstart ist die Euphorie um den Klub zwar fast überall in Hamburg zu spüren, doch auch die peinliche 0:1-Pleite im Drittrunden-Rückspiel der Europa-League-Qualifikation gegen den dänischen Vertreter FC Randers scheint noch nicht vergessen. Auch damals hatte Labbadia nach dem 4:0-Auswärtserfolg eine B-Elf im zweiten Vergleich eingesetzt.

Neuzugang Berg im Blickpunkt

Immerhin knapp 42 000 Zuschauer gingen nach der Schlappe im Heimspiel enttäuscht nach Hause. Für die Partie gegen Guingamp konnten nun trotz Dumpingpreisen ab fünf Euro nur rund 19 000 Karten im Vorverkauf an den Mann gebracht werden. "Wir wissen, dass wir es den Fans schuldig sind, eine gute Partie abzuliefern", erklärt Stürmer Mladen Petric, der im Hinspiel in Frankreich gleich dreimal traf, am Donnerstag aber wohl geschont wird.

Weitere Kandidaten für eine Pause sind der ohnehin leicht angeschlagene Keeper Frank Rost, Abwehrchef Joris Mathijsen, die Mittelfeldspieler Ze Roberto und David Jarolim sowie die Stürmer Paolo Guerrero und Eljero Elia. Der Ivorer Guy Demel und Nationalspieler Marcell Jansen fehlen verletzungsbedingt zwangsläufig.

Von den "Nachrückern" dürfte derweil vor allem der Schwede Marcus Berg im Blickpunkt stehen. Der für knapp zehn Mill. Euro verpflichtete Torschützenkönig der U21-EM muss im Kampf um einen Stammplatz mit der bisher stark aufspielenden Sturmkombination Petric/Guerrero/Elia Boden gutmachen. Daran dürfte auch Labbadia sehr interessiert sein. "Ich will den Konkurrenzkampf erhöhen", sagt der HSV-Trainer.

© SID

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