Fußball
Experten bezweifeln Wirtschaftlichkeit der Real-Transfers

Der spanische Ausnahmeklub Real Madrid stilisiert seinen neuen Stürmer Christiano Ronaldo zum Megastar. Doch Experten bezweifeln die Wirtschaftlichkeit des Transfers.

MADRID. „Der Fußballplanet verneigt sich vor Ronaldo“, titelt Spaniens Rekordmeister Real Madrid auf seiner Webseite. Zumindest Madrid ist im Ronaldo-Fieber, seit der Klub den Portugiesen für 94 Mio. Euro zu sich holte. Rund 80 000 Fans wohnten der Präsentation des neuen „Galaktischen“, wie Real seine Stars gern nennt, am Montag im Stadion Santiago Bernabéu bei.

Der Enthusiasmus der Medien und Fans beflügelt auch die Einnahmen von Real Madrid. Am Dienstag begann der Verkauf der offiziellen Ronaldo-T-Shirts mit der Nummer „9“ auf dem Rücken. Um 10.30 Uhr öffnete der Shop des Vereins seine Türen, schon eine Stunde vorher bildete sich eine Schlange von mehr als Hundert Fans, die als Erste das 85 Euro teure Kleidungsstück kaufen wollten. Mehr als 1200 der kostbaren Hemden verkaufte der Klub am ersten Tag, etwa zwei pro Minute. Um 16 Uhr waren die Erwachsenengrößen ausverkauft.

Dennoch sind sich Experten uneinig, ob Real Madrid die kreditfinanzierten Investitionen in Spieler wie den Brasilianer Kaká (65 Mio. Euro) oder Cristiano Ronaldo tatsächlich wieder hereinholen kann. Für den spanischen Baumagnaten Florentino Pérez, der gerade zum zweiten Mal zum Präsidenten des Vereins gewählt wurde, ist die Sache klar: „Die teuersten Spieler sind meist die billigsten.“ Seine Logik: Um die 94 Mio. Euro für Ronaldo wieder einzuspielen, müsste Real Madrid rund zwei Millionen T-Shirts verkaufen. Ein durchaus realistisches Ziel für den weltweit populären Klub.

Nach Schätzungen der Werbeagentur „Weber Shandwick Sport“ wird auch Kaká allein durch Trikot- und Ticketverkäufe jährlich 72 Mio. Euro einbringen. Zudem ist Klubpräsident Pérez nach Berichten spanischer Medien bereits dabei, die Verträge mit Adidas, Bwin und weiteren Sponsoren mit dem Argument globaler Reichweiten zu verhandeln. Ronaldo und Kaká haben 50 Prozent ihrer Vermarktungsrechte an Real Madrid abgetreten.

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