Fußball Fifa
Andenort Cuzco mag Blatter nicht mehr

Joseph Blatter sollte seine nächsten Urlaube nicht unbedingt in Peru verbringen. Nach dem Verbot für Länderspiele über 2 500 Meter Höhe wurde der Fifa-Präsident in dem Andenort Cuzco nun zur "Persona non grata" erklärt.

Falls Joseph Blatter für einen seiner nächsten Urlaube eine Reise zur Inka-Ruinenstadt Machu Picchu geplant hat, sollte er seine Route jetzt lieber ändern. Das Verbot für Fußball-Länderspiele über 2 500 Meter Höhe durch den Weltverband Fifa sorgt in der Andenregion weiter für heftigen Widerstand. Am Donnerstag erklärte die peruanische Stadt Cuzco den Fifa-Präsidenten Joseph Blatter und dessen "Vize" Julio Grondona zur "Persona non grata". Der 3 400 Meter hoch gelegene Andenort, der als Ausgangspunkt für Touren nach Machu Picchu weltweit bekannt ist, war von Peru als Spielstätte in der Qualifikation zur WM-Endrunde 2010 eingeplant.

"Wir haben das Recht, diese geografische Waffe einzusetzen, um nach nun 25 Jahren wieder an einer WM teilzunehmen", erklärte Hugo Gonzales, Chef der regionalen Regierung, der Nachrichtenagentur Andina. Gonzales begründete den Bann gegen Grondona, der auch Präsident des argentinischen Fußballverbandes AFA ist, damit, dass dieser im Fifa-Gremium zugunsten der Entscheidung Druck ausgeübt habe.

"Die Argentinier haben Angst"

"Die Argentinier haben Angst, hier zu spielen", so Gonzales, der an die 0:3-Niederlage von Libertadores-Cup-Finalist Boca Juniors Buenos Aires in der Vorrunde beim lokalen Klub Cienciano erinnerte. Peru hatte in den "Eliminatorias" zur WM 2006 acht seiner neun Heimspiele in der auf Meereshöhe liegenden Hauptstadt Lima ausgetragen, war nach der Teilnahme an der WM 1982 in Spanien aber zum sechsten Mal in Folge bei einer Endrunde außen vor geblieben.

In Paraguays Hauptstadt Asuncion tagte derweil am Donnerstag die Medizinische Kommission des südamerikanischen Kontinentalverbandes Conmebol zum Thema Höhenlimit. Am Freitag war ein Treffen des Exekutiv-Komitees vorgesehen, wo über eine gemeinsame Position gegenüber der Fifa entschieden werden sollte.

© SID

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