Fußball Fifa
Blatter denkt über Kandidatur im Jahr 2011 nach

Ein Leben ohne Fifa kann sich Joseph S. Blatter wahrscheinlich nicht vorstellen. Der amtierende Präsident des Weltverbandes möchte 2011 noch einmal für eine vierte Amtszeit kandidieren.

Joseph S. Blatter lebt für seinen Beruf. Der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa, schließt auch eine Kandidatur für eine vierte Wahlperiode nicht aus. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte der 71-Jährige: "Weshalb sollte ich in vier Jahren aufhören? Jetzt starte ich meine dritte Amtszeit, und wer weiß, was dann passiert?"

Ursprünglich hatte Blatter bei seiner ersten Wahl 1998 dafür plädiert, dass ein Fifa-Präsident spätestens nach acht Jahren den Stab weitergeben müsse. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Dazu Blatter: "1998 haben sie mich nicht gewollt, dann haben sie 2002 versucht mich zu killen, und jetzt bieten sie mir die Präsidentschaft auf dem Silbertablett an. Das ist auch eine Form der Anerkennung und Selbstbestätigung für mich."

Gegenkandidaten zur Blatter-Wiederwahl auf dem Fifa-Kongress am 31. Mai in Zürich müssen ihre Ansprüche bis zum 1. April anmelden, doch ernsthaft rechnet der amtierende Präsident damit nicht. Blatter: "Es gibt ein französisches Sprichwort, das besagt, eine Wahl ohne Gegenkandidat sei ein Triumph ohne Ehre - aber für mich ist es eine Art von Ehre, wenn man die Geschichte meiner Präsidentsachaft kennt."

Keine Gewalt, kein Rassimsus, wenig Korruption

Das neue Programm, das Blatter dem Kongress vorstellen will, wird sich auf die soziale Verantwortung des Fußballs konzentrieren. "Wir haben daran gearbeitet, unser Spiel in die Welt hinaus zu tragen, jetzt müssen wir mit diesem Spiel in unserer Welt etwas dafür tun, dass die Zukunft besser wird", erklärte der Fifa-Chef.

Konkret will Blatter in den nächsten vier Jahren die Punkte finanzielles Ungleichgewicht durch Überinvestition, Gewalt und Rassismus bearbeiten. "Ich werde dann erfolgreich gewesen sein, wenn die Leute in vier Jahren sagen: Die Disziplin ist zurückgekommen, die Spieler benehmen sich gut, die Stadien in den großen Ländern sind komfortabel und sicher, Gewalt und Rassismus sind verschwunden, und es gibt nur noch wenige Fälle von Korruption - denn wir wissen, dass die Versuchung immer da sein wird."

© SID

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