Fußball Fifa
Blatter kritisiert aufgeblähte Kader der Top-Klubs

Fifa-Präsident Sepp Blatter hat die Personalpolitik der europäischen Top-Klubs angegriffen: "Durch das viele Geld können sich die großen Vereine viele und die besten Spieler leisten und haben zwischen 25 und 30 Spieler."

Der Weltverband Fifa hat die Personalpolitik der Top-Vereine ins Visier genommen. "Die wirtschaftlich starken Vereine nehmen viele und gute Spieler vom Markt und verhindern damit einen Wettbewerb. In Europa haben Mannschaften nach einem Drittel der Saison schon keine Chancen mehr, den Titel zu gewinnen. Wenn aber ein ausreichender Wettbewerb fehlt, läuft etwas falsch, und dann müssen wir einschreiten", erklärte Fifa-Präsident Sepp Blatter auf der internationalen Fußball-Messe Soccerex in Dubai.

Der Schweizer monierte nachdrücklich die aufgeblähten Kader der Spitzenklubs. "Durch das viele Geld können sich die großen Vereine viele und die besten Spieler leisten und haben zwischen 25 und 30 Spieler. Aber Fußball wird mit elf Mann gespielt. Was machen also die anderen? Warten? Sich erholen? Jedenfalls können sie alle nicht spielen", erläuterte Blatter seinen Standpunkt. Hinweise auf konkrete Pläne des Weltverbandes zur Eindämmung des Kaufrausches bei den Top-Teams gab der Fifa-Boss allerdings keine.

Besonders die Aufgebote bei Europas führende Mannschaften sind in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden. Immer wieder sitzen jedoch Stars dieser Teams lediglich auf der Bank oder kommen lediglich zu Kurzeinsätzen. Die Vereine rechtfertigen ihre Strategie im Bereich der Spieler-Verpflichtungen mit der Terminhatz im internationalen Fußball. Ihrer Ansicht nach machen die zahlreichen Spiele in nationaler Meisterschaft, Pokal und Champions League oder Uefa-Cup ein Rotations-Prinzip notwendig, für das ein umfangreicher und qualitativ angemessener Kader die Voraussetzung wäre.

© SID

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