Fußball Fifa
Blatter nach Skandal demütig: "Zu Tode betrübt"

Nach dem Fifa-Skandal hat sich Präsident Joseph S. Blatter auf dem DFB-Bundestag in Essen demütig gezeigt: "Ich bin zu Tode betrübt, ja. Aber sollen wir die Fifa jetzt zumachen?"

Fifa-Boss Joseph S. Blatter hat bei seiner Rede auf dem DFB-Bundestag in Essen demütig auf den aktuellen Korruptionsskandal beim Fußball-Weltverband reagiert. "Ich bin zu Tode betrübt, ja. Aber sollen wir die Fifa jetzt zumachen? Nein! Wir haben am Mittwoch reagiert, jetzt muss das Leben und der Fußball weitergehen. Auch wenn das ein sehr schlechter Tag für die Fifa ist, kann ich den Deutsche Fußball-Bund für seinen Charakter nur beglückwünschen", sagte Blatter, der zudem zum DFB-Ehrenmitglied ernannt wurde, in der Essener Philharmonie.

Die Fifa hatte am Mittwoch die Exekutivmitglieder Amos Adamu aus Nigeria und Reynald Temarii aus Tahiti suspendiert. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie ihre Stimmen für die Vergabe der WM 2018 und 2022 feilgeboten hätten. Die englische Zeitung Sunday Times hatte am Sonntag nach einer Undercover-Recherche ein Video mit belastendem Material veröffentlicht. Nun soll eine eingehende Untersuchung des Falls stattfinden. Bis Mitte November sollen endgültige Entscheidungen getroffen werden.

Neben Temarii und Adamu suspendierte die Fifa vier weitere Funktionäre, die ebenfalls in die Korruptionsaffäre um die Vergabe der Endrunden verstrickt sein sollen. Dabei handelt es sich um die ehemaligen Exekutiv-Mitglieder Slim Aloulou (Tunesien), Amadou Diakite (Mali), Ahongalu Fusimalohi (Tonga) und Ismael Bhamjee (Botswana). Die Endrunden 2018 und 2022 werden am 2. Dezember vergeben.

© SID

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