Fußball Fifa
Blatter schließt lebenslange Sperren nicht aus

Fifa-Präsident Joseph Blatter denkt darüber nach, Verursacher vorsätzlich herbeigeführter Verletzungen lebenslang zu sperren. Auch den Trainern gab er Mitschuld an groben Fouls.

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter möchte Verursacher von vorsätzlich herbeigeführten Verletzungen durch Foulspiele zukünftig härter bestrafen. Der Schweizer Chef des Weltverbandes zog sogar lebenslange Sperren in schweren Fällen in Betracht.

"Wir müssen unser Augenmerk auf das gefährliche Tackling legen. Spieler, die dies absichtlich tun, sollten vom Spiel verbannt werden", sagte Blatter der Tageszeitung The Times. Der Schweizer reagierte damit offenbar auf das grobe Foul von Birminghams Verteidiger Martin Taylor an dem kroatischen Nationalspieler Eduardo vom FC Arsenal, der bei der Attacke vor zwei Wochen einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten hatte.

Blatter gab auch den Trainern eine Mitschuld an schweren Verletzungen durch grobe Foulspiele. "Der Druck auf die Trainer, siegen zu müssen, ist so groß, dass sie die Spieler ermutigen, mit allen Mitteln den Sieg zu erzwingen", sagte Blatter.

"Grobe Fouls sind Verbrechen"

Gleichzeitig nahm der Walliser die Schiedsrichter in die Pflicht, von Beginn an auf Fouls zu reagieren und entsprechend zu ahnden. "Die Schiedsrichter müssen Gelbe oder Rote Karten auch in den ersten drei oder vier Minuten zeigen, wenn es notwendig ist. Wir werden ihnen nochmals sagen, dass sie so verfahren sollen. Wenn sie dies tun, haben sie Frieden auf dem Platz", so Blatter.

Angesprochen auf mögliche juristische Klagen nach den groben Fouls meinte der Fifa-Chef: "Jemanden zu attackieren, ist kriminell, egal ob es auf dem Fußball-Platz oder sonstwo geschieht. Es ist ein Verbrechen und sollte als solches behandelt werden."

© SID

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