Fußball Fifa
Blatters 6+5-Regel findet keine Freunde

Sepp Blatter stößt mit seinen Plänen zur 6+5-Regel, die die Zahl ausländischer Profis im Fußball regeln soll, weiter auf Ablehung. Auch EU-Sportkommissar Figel lehnt die Idee ab.

Sepp Blatter erfährt für seine Reformvorhaben mal wieder Unverständnis. Die EU-Kommission lehnt die vom Fifa-Präsidenten propagierte 6+5-Regel weiter rigoros ab, durch die es eine Ausländerbeschränkung durch Quoten im europäischen Fußball geben soll. "Jede Regel, die auf der Nationalität der Spieler basiert, ist unakzeptabel," sagte EU-Sportkommissar Jan Figel dem Nachrichten-Magazin Focus (Montag-Ausgabe) und reagierte damit auf erneute Vorschläge von Blatter.

Der Schweizer hatte eine stufenweise Lösung bei der umstrittenen 6+5 Regel vorgeschlagen. 2010 sollten bei Liga-Spielen mindestens vier einheimische Spieler antreten. 2011 dann fünf und 2012 sechs. Brüssel beruft sich auf das Bosman-Urteil, das die Freizügigkeit der EU-Bürger, also auch der Fußball-Profis, garantiert. Rechtlich in Ordnung sei aber eine "Eigengewächs-Regelung". Danach sollen die Mannschaften mit einer Mindestzahl selbst ausgebildeter Spieler auflaufen.

Auch Uefa-Präsident Michel Platini hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass die von Blatter angedachte 6+5-Regel im Widerspruch zum EU-Recht stehe und deshalb nicht durchzusetzen sei.

© SID

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