Fußball Fifa
Fifa und Uefa arbeiten auf Symposium WM auf

Genau 64 Tage nach der WM haben sich die Verbände Fifa und Uefa zu einem Fußball-Symposium in Berlin eingefunden. Dabei wollen die Funktionäre um Fifa-Boss Blatter und Uefa-Chef Johansson das Geschehene aufarbeiten.

Das Thema Weltmeisterschaft 2006 ist auch 64 Tage nach dem WM-Finale noch nicht ganz abgeklungen. Fifa-Präsident Joseph S. Blatter sowie Uefa-Boss Lennart Johansson haben am Montag ein gemeinsam vom Weltverband und der Europäischen Fußball-Union organisiertes Fußball-Symposium unter dem Motto "2006 und weiter" in Berlin eröffnet.

"Es ist nichts anderes als eine Auswertung der WM auf vielen Sektoren", sagte Fifa-Präsident Blatter. Mit dem Treffen sei man dem Wunsch vieler Nationalverbände, sich mehr in die Abläufe großer Turniere einbringen zu wollen, nachgekommen, so der Schweizer. Bereits beim Treffen der WM-Teilnehmer im März in Düsseldorf hätten die Nationaltrainer diese Bitte geäußert. In Berlin haben sich Nationaltrainer und Sportdirektoren der 32 WM-Teilnehmer versammelt.

Johansson will "nur über Fußball reden"

Uefa-Boss Johansson betonte, er wolle an diesen drei Tagen "nur über Fußball reden". "Dies ist ein ausgezeichnetes Forum, wo Gedanken ausgetauscht werden sollen. Wir sind sehr gespannt, was dabei herauskommt."

Bis Mittwoch werden die Auswahltrainer der Nationalverbände und technischen Direktoren, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, in der WM-Hauptstadt Berlin gemeinsam mit der Technischen Kommission der Fifa (TSG) unter Leitung von Holger Osieck über den Verlauf der WM diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die spielerischen Trends, die Auslegung der Spielregeln, die technischen und organisatorischen Aspekte sowie die Zusammenarbeit mit den Schiedsrichtern.

"Beobachtungen mit den Erfahrungen der Trainer verbinden

"Wir wollen unsere Beobachtungen mit den Erfahrungen der Trainer verbinden. Nur so können wir zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen", betonte der ehemalige DFB-Trainer Osieck. Zusammen mit seinen Kollegen hatte der frühere Assistent von Weltmeister-Teamchef Franz Beckenbauer die Geschehnisse auf dem Platz während der WM genauestens unter die Lupe genommen, analysiert und festgehalten.

Den eher negativen Trend der torarmen Spiele - bei dieser Endrunde fielen die zweitwenigsten Treffer der WM-Historie - glaubt Blatter auch nicht mit Regeländerungen beizukommen: "Wenn zwei Trainer keine Gegentore bekommen wollen, dann fallen auch keine. Da können sie die Tore so groß machen wie sie wollen."

Unterdessen stellte Blatter erneut die Großartigkeit der WM heraus: "Ich bin immer noch ein glücklicher Mensch. Deutschland hat vier Wochen lang positive Emotionen in die ganze Welt hinausgeschickt. Und diese Wirkung ist noch da, wenn ich jetzt den Enthusiasmus der Deutschen für den Fußball und seine Nationalmannschaft sehe", sagte der Schweizer.

© SID

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