Fußball Fifa
Nationaltrainer befürworten Regeländerungen

Auf dem von der Fifa und der Uefa organisierten Symposium in Berlin haben 70 Nationaltrainer über Änderungen im Fußball-Regelwerk beraten. Dabei wurde deutlich, dass sich viele Übungsleiter Neuerungen wünschen.

Nach jedem Spieltag beginnen die Diskussionen aufs Neue: Hat der Schiedsrichter die Regeln korrekt ausgelegt? Ist das passive Abseits sinnvoll? Auch die amtierenden Nationaltrainer diskutieren über das Fußball-Regelwerk. Auf dem vom Weltverband Fifa und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) organisiertem Symposium in Berlin berieten die 70 teilnehmenden Nationaltrainer über eventuelle Änderungen der Spielregeln. "Ja, es wurde über Regeländerungen gesprochen. So haben wir zum Beispiel über eine kurze Strafzeit für einen Spieler als zusätzliche Sanktion nachgedacht", sagte Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech zum Abschluss des dreitäigen Treffens von über 200 Fußball-Experten in der WM-Hauptstadt.

Andy Roxburgh, Direktor der Technischen Kommission der Fifa, TSG, bestätigte, dass der Weltverband nach dem Symposium "eine Liste von Anregungen" habe, die nun ausgewertet werden würde. So hätten die Trainer auch Probleme bei der Auslegung der Abseitsregel geäußert.

Mehrheit der Trainer ist gegen heutige Regelauslegung

"Die große Mehrheit der Trainer hat Schwierigkeiten mit der heutigen Auslegung der Abseitsregel", erklärte Roxburgh. Einige hätten gar für die Abschaffung des passiven Abseits plädiert. Zudem äußerten die Trainer den Wunsch, dass den Schiedsrichtern bei einer Notbremse ein größerer Ermessensspielraum eingeräumt werden sollte.

Roxburgh betonte allerdings, dass es bei der Fifa keine Schnellschüsse bezüglich veränderter Regeln geben werde: "Wir werden da nicht vorpreschen. Wenn die Fifa etwas ändert, dann nur aus guten Gründen."

Domenech wehrt sich gegen Vorwürfe

Allerdings standen nicht nur mögliche Regeländerungen, sondern auch die Auswertung der spieltaktischen Trends der WM im Mittelpunkt des Treffens. Dabei wehrte sich Domenech gegen den Vorwurf, die Trainer hätten zu wenig auf die Angreifer gesetzt. "Die Stürmer haben vielleicht nicht so spektakulär gespielt, aber sie haben sich dem Kollektiv untergeordnet, Räume geschaffen und Gegenspieler gebunden." Bei der WM war Frankreich mit der einzigen nominellen Spitze Thierry Henry bis ins Endspiel gegen Italien vorgestoßen.

© SID

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