Fußball Fifa
Neue Spieltagsregelung für Nationalteams

Bei einer Sitzung der Fifa wurde eine Änderung bei den Doppelspieltagen der Nationalmannschaft beschlossen. In der Setzfrage für die WM-Play-offs gab es ein Kompromiss.

Ein Kompromiss in der Frage der Setzung für die WM-Play-offs und das Eingeständnis von Konflikten mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) über die Altersregelung bei Olympia sind die wichtigsten Ergebnisse der Sitzung des Exekutivkomitees des Fußball-Weltverbandes Fifa in Rio de Janeiro. Weiter beachtlich ist die ab September 2010 greifende Umstellung der Doppelspieltage für Nationalmannschaften von derzeit samstags/mittwochs auf künftig samstags/dienstags.

In der Debatte über die Los-Prozedur für die Play-off-Duelle der acht besten Gruppenzweiten aus der europäischen WM-Ausscheidung um die letzten vier Tickets zur Endrunde 2010 in Südafrika einigte sich das Exko auf eine Zwischenlösung: Die vier besten Gruppenzweiten werden zwar gesetzt und können sich damit aus dem Weg gehen, doch der für bessere Mannschaften oft übliche Bonus des garantierten Rückspiels auf eigenem Platz entfällt. Die Auslosung der vier Paarungen findet am 19. Oktober drei Tage nach der Veröffentlichung der nach der Weltrangliste erstellten Setzliste statt. Die Setzung für die WM-Vorrundenauslosung am 4. Dezember in Kapstadt wird einen Tag vorher auf der nächsten Tagung der Exekutive auf Robben Island bestimmt.

Bei der Vorstellung der Exko-Beschlüsse räumte Fifa-Präsident Joseph S. Blatter auch erhebliche Differenzen mit dem IOC ein. Eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Fifa-Vize und IOC-Mitglied Issa Hayatou (Kamerun) soll laut Blatter bis Robben Island Vorschläge zur Lösung der Streitpunkte erarbeiten.

Nicht alle Fragen wurden beantwortet

Blatter erläuterte, dass künftig die alle zwei Jahre stattfindenden Turniere der U20-WM als Qualifikation für Olympia dienen sollen und bei Sommerspielen somit reine U21-Teams ohne Stars antreten. Dadurch würde Olympia, wo derzeit U23-Mannschaften mit bis zu drei älteren Spielern um Gold spielen, keine ernsthafte Konkurrenz zu WM-Turnieren darstellen können. Blatter konnte in Brasilien allerdings nicht plausibel machen, wie sein Vorhaben mit dem Vier-Jahres-Rhythmus in Einklang zu bringen sein soll und die daraus erwachsenden Probleme mit der Spielberechtigung der Aktiven gelöst werden sollen. Das IOC pocht im Alters-Streit mit der Fifa wenigstens auf eine Beibehaltung des Status quo. Idealerweise erhoffen sich die Olympier eine Aufhebung der Altersgrenze im Fußball.

Dem Druck vor allem der europäischen Vereine nachgegeben hat die Fifa beim Beschluss des neuen Spielrhythmus. Die künftige Samstag-Dienstag-Konstellation kostet die Trainer der Auswahlmannschaften einen Tag Zusammensein, bringt den Klubs aber den Vorteil, die Spieler einen Tag früher für ihre Ligaspiele zurück zu haben.

Außerdem beschloss die Fifa die Einführung eines computergestützten, elektronischen Systems für internationale Transfers. Damit will der Weltverband Betrügereien zwischen den Kontinenten vermeiden oder ihnen auf die Spur kommen. Darüber hinaus suspendierte die Exekutive Bruneis Nationalverband Bafa wegen der unerlaubten Einmischung von Staatsorganen in interne Angelegenheiten.

© SID

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