Fußball Fifa
Niersbach lobt Fifa-Diplomatie zur 6+5-Regel

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach hat die Diplomatie der Fifa zur umstrittenen 6+5-Regel gelobt. Bei einem Kongress wurde eine Resolution anstelle eines Beschlusses gefasst.

Auf ein wichtiges Detail bei der Thematik 6+5-Regelung, die auf dem Kongress des Weltverbandes Fifa in Sydney in der vergangenen Woche breiten Diskussionsraum einnahm, hat DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach im Interview mit dfb.de hingewiesen. Der 57-Jährige unterstrich, dass der Kongress bei seinem Gipfeltreffen lediglich eine Resolution zur 6+5-Regel verabschiedet, aber keinen Beschluss gefasst habe.

Niersbach: "Sydney war in meinen Augen eine Meisterleistung der Diplomatie. Durch diese sehr weise Resolution wurde eine Kontrastellung zwischen der Fifa und der Uefa verhindert. Die Uefa, in der Michel Platini den gesamten europäischen Fußball vertritt, ist natürlich an einem guten Verhältnis zur EU interessiert und kann daher nicht sehenden Auges einen Beschluss mit auf den Weg bringen, der gegen geltendes Recht verstößt. Exakt dies ist nicht geschehen, deswegen haben wir den Weg der Resolution gewählt, mit der Blatter und im konkreten Fall auch Platini das Mandat erhalten, mit Brüssel zu sprechen."

Bis zur Saison 2012/2 013 sollen sechs Spieler in der Anfangsformation eines Klubs stehen, die für eine Nationalmannschaft ihres Verbandes spielberechtigt wären. Die EU beharrt auf der freien Wahl des Arbeitsplatzes auch für Profifußballer. Niersbach: "Gerade am Beispiel England hat Franz Beckenbauer als Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees die Problematik deutlich gemacht. Dort freut man sich, dass in Manchester United und Chelsea zwei Teams der Premier League das Champions League-Endspiel bestritten haben, gleichzeitig weint aber England, weil die Nationalmannschaft sich nicht für die Euro qualifizieren konnte."

Laut einer Fifa-Statistik sind in den fünf europäischen Top-Ligen 43 Prozent ausländische Spieler beschäftigt, während der Ausländer-Anteil in anderen Berufen nur zwei Prozent beträgt.

© SID

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