Fußball Fifa
Olympique Lyon geht gegen Fifa vor

Olympique Lyon fordert von der Fifa Schadensersatz in Höhe von einer Million Euro. Der französische Meister hatte den Spieler Eric Abidal für ein Benefizspiel abgestellt, dabei verletzte sich der Verteidiger.

Eine Klage über eine Million Euro Schadenersatz flatterte der Fifa von Olympique Lyon auf den Tisch. Am Mittwoch verkündete der französische Meister seine Schritte gegen den Weltverband Fifa, da die Verletzung seines Defensiv-Spielers Eric Abidal und der damit nachziehende Ausfall erhebliche finanzielle Einbußen für den Verein bedeuten. "Wir haben beschlossen, den Fall vor ein französisches Gericht zu bringen. Wir haben die Unterstützung der "G14" und der Vereinigung der französischen Profiklubs", sagte der Klub-Vorsitzende Jean-Michel Aulas.

Hintergrund der Klage ist die Verletzung von Defensiv-Spieler Abidal, der sich in einem Benefizspiel der Franzosen gegen Costa Rica auf Martinique (3:2) Mitte November einen Fußbruch zugezogen hatte und bis Februar ausfällt

Fifa bleibt gelassen

Die Fifa wies diese Anschuldigung am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Leipzig aufs Schärfste zurück. "Für diese Klage fehlt mir jedes Verständnis. Da mangelt es an der nötigen Achtung und Respekt vor der Fifa. Der Spieler ist freiwillig zur Nationalmannschaft gefahren. Der Versicherungsschutz liegt nach wie vor bei den Vereinen", erklärte Fifa-Boss Joseph S. Blatter nach einer Sitzung der Fifa-Exekutive. Entsprechend gelassen sehe der Weltverband daher der Klage entgegen, die seiner Meinung keine Chance auf Erfolg hat.

Champions-League-Teilnehmer Lyon wirft der Fifa vor, dass die Vereine ihre Spieler ohne jeden finanziellen Ausgleich für Länderspiele abstellen müssen und Verletzungsfälle nicht entsprechend kompensiert werden. "Das widerspricht französischem und europäischem Recht. Die Fifa zieht einen Vorteil aus ihrer dominanten Position. So ein System macht die Klubs machtlos und respektiert sie nicht", sagte Aulas.

SC Charleroi klagt ebenfalls

Ähnlich gelassen sieht die Fifa dem "Fall Charleroi" entgegen. Der belgische Erstligist SC Charleroi hat ebenso eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe gegen den Weltverband eingereicht, nachdem sich Profi Abdelmajid Oulmers bei einem Länderspiel der marokkanischen Elf verletzt hatte und sieben Monate ausgefallen war.

© SID

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