Fußball Fifa
Ronaldinho und Prinz erneut "Weltfußballer"

Der Brasilianer Ronaldinho und die Nationalspielerin Birgit Prinz sind die "Weltfußballer des Jahres" 2005. Während der "Barca"-Star zum zweiten Mal in Folge triumphierte, schaffte die DFB-Stürmerin gar den "Hattrick".

Die "üblichen Verdächtigen" haben sich bei der Wahl zu den Weltußballern des Jahres durchgesetzt. Während die deutsche Nationalspielerin Birgit Prinz schon zum dritten Mal in Folge jubeln durfte, hat der Brasilianer Ronaldinho immerhin den "Doppelpack" geschafft. Die "Weltfußballer" des Jahres 2004 sind somit auch die Titelträger im Jahr 2005. Beide nahmen die Auszeichnung während der Gala des Weltverbandes Fifa in Zürich entgegen.

Gewählt wurden Prinz und Ronaldinho von den Nationaltrainern und Spielführern der Fifa-Mitgliedsverbände. Prinz erhielt 513 Punkte und lag damit vor der Brasilianerin Marta (429) und der US-Amerikanerin Shannon Boxx (235). Ronaldinho setzte sich mit 965 Zählern vor dem Engländer Frank Lampard (306) und Samuel Eto´o aus Kamerun (190) durch.

Gutes Gesamtresultat für DFB-Akteure

Bei den Frauen landeten die deutschen Nationalspielerinnen Renate Lingor (170) und Sandra Minnert (97) auf den Plätzen fünf und sieben. Bei den Männern war Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack als einziger Deutscher nominiert und landete mit 64 Punkten auf dem elften Platz. Als bisher einziger Deutscher entschied Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bei der ersten Wahl 1991 die Abstimmung für sich.

Ähnlich wie Matthäus sammelt Prinz Erfolge und Auszeichnungen wie andere Briefmarken. Weltmeisterin, Vize-Weltmeisterin, zweimalige Olympia-Dritte, viermalige Europameisterin, Uefa-Cup-Siegerin, siebenmalige deutsche Meisterin, siebenmalige DFB-Pokalsiegerin, US-Meisterin, nun dreimalige "Weltfußballerin": Prinz hat in ihrer einzigartigen Karriere alles erreicht und ist doch immer bescheiden geblieben.

"Fußball ist und bleibt nun einmal ein Teamsport, ohne meine Mitspielerinnen kann ich gar nichts schaffen", erklärte die deutsche Nationalspielerin nach der erneuten Auszeichnung. So reagiert Prinz immer, wenn ihr eine persönliche Ehrung zu Teil wird: "Ich strebe nicht nach persönlichen Auszeichnungen, aber sie sind immer schön."

Torrekord von Mohr Vergangenheit

Der letzte große Triumph der Torjägerin war der EM-Sieg im Sommer in England. Dort löschte sie auch den Nationalmannschafts-Torrekord, den Heidi Mohr bis dahin mit 83 Treffern gehalten hatte. Mittlerweile hat die gelernte Physiotherapeutin 90 Tore in 143 Länderspielen erzielt.

Die 1,79m große Prinz vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt ist die unumstrittene Führungsspielerin in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in der sie im Jahr 1994 als 16-Jährige ihr Debüt feierte und die sie mittlerweile als Spielführerin auf dem Platz dirigiert. Prinz selbst ist bekannt für ihren Hang zur Selbstkritik. Deshalb betont die Stürmerin, dass ihr Potenzial noch immer nicht voll ausgeschöpft hat: "Ich versuche einfach, immer besser zu werden."

Dasselbe Ziel hat Ronaldinho. "Man muss sich bei jedem Spiel beweisen und die Erwartungen erfüllen. Ich fühle mich nicht als der Beste der Welt, sondern als der Glücklichste", erklärte der Brasilianer, bei dem sich alles um sein Spielgerät dreht. "Der Ball ist mein Freund, mein Kumpel. Für mich bedeutet er alles. Ohne ihn bin ich nichts", beantwortete Ronaldinho nach der Ehrung die Frage nach seinem Erfolgsrezept.

Wert für "Barca" unermesslich

Ob als Torschütze, Vorbereiter, oder Spielmacher - der 25-Jährige vom spanischen Meister FC Barcelona verzaubert Fans und Experten gleichermaßen. Brasiliens Idol Pele bezeichnete ihn als "einen wahren Künstler am Ball" und für den früheren argentinischen Superstar Diego Maradona ist Ronaldinho, der bei den Katalanen längst zum unumstrittenen Publikumsliebling avanciert ist, ohnehin "der Beste der Welt".

Geboren und aufgewachsen ist Ronaldinho in Restinga, einem Armenviertel von Porto Alegre. Sein Vater starb, als er sieben Jahre alt war. Im Jahr 2001 wechselte Ronaldinho von seinem Heimatverein Gremio Porto Alegre nach Europa zum französischen Topklub Paris St. Germain. Im Sommer 2003 kam der Ballzauberer als Weltmeister von 2002 für eine Ablösesumme in Höhe von 25 Mill. Euro nach Barcelona, wo er seinen Vertrag mittlerweile bis 2010 verlängert hat. Die Unterschrift soll dem genialen Spielmacher 60 Mill. Euro eingebracht haben.

© SID

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