Fußball Fifa
Spätes Lob für WM-Schiedsrichter

Auch für die Schiedsrichter-Gilde war die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ein voller Erfolg. Die Fifa-Schiedsrichterkommission sprach den Unparteiischen am Dienstag nachträglich ein dickes Lob aus.

Fast drei Monate nach Abpfiff der Fußball-WM in Deutschland hat sich noch einmal die Schiedsrichterkommission des Weltverbandes Fifa zu Wort gemeldet. Die Leistungen der Unparteiischen bei der Endrunde waren äußerst zufriedenstellend, so ihr nachträgliches Fazit. "Die Schiedsrichter und Assistenten haben die hohen Erwartungen und insbesondere die Vorgaben, die Spieler und somit auch das Spiel besser zu schützen, erfüllt", sagte der spanische Kommissionsvorsitzende Angel Maria Villar Llona nach einer Sitzung am Dienstag. Die fast vierjährige Vorbereitung der Referees auf die WM habe sich ausgezahlt, meinte Villar Llona weiter.

Lobende Worte für die Schiedsrichter fand auch Joseph S. Blatter: "Ich bin mit den Leistungen bei der WM sehr zufrieden. Die Darbietungen der Spielleiter waren besser als 2002 in Südkorea und Japan." Der Fifa-Präsident betonte jedoch gleichzeitig, dass sich die Unparteiischen weiter steigern und ihre Leistungen noch verbessern müssten.

Die Schiedsrichter und ihre Assistenten werden bereits im kommenden Jahr mit der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika beginnen. Dort werden erneut Trios aus der selben Nation oder zumindest aus der selben Konföderation zum Einsatz gelangen. Eingespielte Gespanne waren eines der Erfolgsrezepte der Spielleiter bei der WM 2006.

Weniger Kopfverletzungen, zu viele Schauspieler

Ein erfreuliches Fazit im Zusammenhang mit den Schiedsrichterleistungen zog auch Fifa-Chefarzt Prof. Dr. Jiri Dvorak. Bei der Endrunde in Deutschland kam es in 64 Spielen zu 145 Verletzungen, also 2,3 Verletzungen pro Begegnung. Bei der WM 2002 waren es 2,7 Verletzungen pro Spiel gewesen.

Im Vergleich zur Endrunde von vor vier Jahren stellte die Sportmedizinische Kommission der Fifa beim Turnier in Deutschland eine Halbierung der Anzahl der Kopfverletzungen fest. Dvorak erklärt die geringere Zahl unter anderem mit den Leistungen der Schiedsrichter, die die Spieler vermehrt geschützt und insbesondere Ellbogenschläge rigoros geahndet hätten.

Ebenso bemerkte Dvorak, dass noch immer zu viele Spieler, vor allem aus taktischen Gründen, während einer Partie Verletzungen vortäuschen würden. 58 Prozent der Spieler, die sich bei der WM auf dem Spielfeld behandeln ließen, beklagten letztlich keine Verletzung.

© SID

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