Fußball Fifa
Wada beobachtet Fifa-Anti-Doping-Reglement

Die neuen Anti-Doping-Regeln der Fifa werden bis 2010 von der Welt-Anti-Doping-Agentur beobachtet. Sie sollen "vor einer neuerlichen Beurteilung in der Praxis getestet" werden."

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) will bis 2010 die neuen Anti-Doping-Regeln des Fußball-Weltverbandes Fifa beobachten. Das erklärte die Fifa am Mittwoch als Ergebnis eines Arbeitstreffens zwischen Michel D. Hooghe als Vorsitzender der Medizinischen Kommission der Fifa und deren Chefarzt Jiri Dvorak mit Wada-Generaldirektor David Howman zwei Tage zuvor in Zürich. Dabei habe die Wada die neuen Fifa-Bestimmungen zur Kenntnis genommen, erklärte der Weltverband.

"Das geltende Fifa-Anti-Doping-Reglement wurde von der Wada verstanden und wird nun vor einer neuerlichen Beurteilung 2010 in der Praxis getestet", hieß es in der Fifa-Mitteilung.

Zwischen der Fifa und der Wada bestehen unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Meldepflicht von Mannschaftssportlern. "Die Fifa vertritt den Standpunkt, dass es in Mannschaftssportarten wie dem Fußball ausreicht, Angaben zum Aufenthaltsort eines Teams und nicht zu demjenigen einzelner Spieler zu machen, da die Spieler oftmals bei ihren Teams sind und deshalb einfach aufzufinden sind", teilte der Verband mit. Ähnlich hatte sich zuletzt auch Präsident Michel Platini von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) geäußert.

Fifa lehnt Wada-Haltung zur Meldepflicht ab

Gemäß des Wada-Codes ist zwar eine gemeinsame Aufenthalts-Meldung für Mannschaften für Zeiten von Training oder Spiel möglich, die Verantwortung liegt allerdings weiterhin beim Spieler. Der einzelne Athlet ist zudem weiterhin für die Meldung seines Aufenthaltsortes zu anderen Zeiten zuständig. Die Haltung der Wada unterstützt auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge.

In einer gemeinsamen Erklärung hatten zuvor Fifa und Uefa "die Haltung der Wada zur Meldepflicht und insbesondere zur genauen Nennung der Aufenthaltsorte von Mannschaftssportlern" abgelehnt. Statt dessen schlugen sie vor, die Meldepflicht solle nur auf Teams und nicht auf einzelne Spieler bezogen sein und Trainingskontrollen sollten auf dem Trainingsgelände der Vereine stattfinden - allerdings nicht an Feiertagen.

© SID

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