Fußball Frankreich
Domenech setzt sich gegen Kritik zur Wehr

Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech wehrt sich gegen die anhaltende Kritik. Für Erfolg und Misserfolg seien Spieler und Trainer verantwortlich, erklärte der 56-Jährige.

Der französische Nationaltrainer Raymond Domenech hat sechs Wochen nach dem Vorrunden-Aus bei der EM sein Schweigen gebrochen. Der Coach gestand eigene Fehler ein, setzte sich aber auch gegen die anhaltende Kritik zur Wehr. "Ich übernehme Teile der Verantwortung. Wenn es gut läuft, wie beim Final-Einzug bei der WM 2006, aber auch wenn es schlecht läuft wie 2008", sagte Domenech in einem Fernseh-Interview: "Aber dass ich immer der Sündenbock und für nichts sonst gut sein soll, ist beschämend."

Im Gespräch mit der Sporttageszeitung L'Equipe gestand er ein: "Was 2006 geklappt hat, hat 2008 nicht funktioniert. Ich bin mir böse, weil ich meine Linie nicht durchgezogen habe. Ich hätte die Spieler durchschütteln, hätte Unruhe säen und sie provozieren müssen. Ich hätte ihnen ihren Komfort rauben müssen."

Probleme in der Vorbereitung verantwortlich für frühes Ausscheiden

Es habe Probleme zwischen alten und jungen Spielern gegeben. Die Vorbereitung sei schlecht gewesen; deshalb seien einige Alte nicht in Top-Form gewesen und die Jungen sauer, dass sie nicht zum Einsatz kamen, so Domenech, dessen Vertrag trotz des Vorrunden-Aus bei der EM bis 2010 verlängert worden war - wenn auch mit eingeschränkten Kompetenzen.

Nahziel ist die Qualifikation für die WM in Südafrika in einer Gruppe mit Österreich, Serbien, Rumänien und den Färöern bei gleichzeitiger Verjüngung des Teams. "Ich muss die Spieler dazu bringen, dass sie wieder Lust haben, ihren Arsch zu bewegen." Domenech kündigte an, dass er sich nicht mehr so gluckenhaft vor seine Spieler stellen wird, sondern sie in die Verantwortung nehmen will: "Sie werden häufiger mit Journalisten reden müssen. Ich werde weniger präsent sein."

© SID

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