Fußball Frankreich
Lille-"Heimspiel" in Paris verärgert Bordeaux

Für das Heimspiel gegen Meister Olympique Lyon zieht der OSC Lille nach Paris um. Titelkonkurrent Bordeaux befürchtet durch das Spiel auf "neutralem Platz" eine Bevorteilung Lyons.

OSC Lille ist für das Spiel gegen Frankreichs Serien-Fußballmeister Olympique Lyon am Samstagabend (21.00 Uhr) ins Stade de France in Paris umgezogen und hat damit bei der Konkurrenz für Verstimmung gesorgt. Denn Laurent Blanc, Trainer von Lyons Titelkonkurrent Girondins Bordeaux, befürchtet, dass das Spiel auf "neutralem Platz" Olympique bevorteilt. Andere Verantwortliche teilen diese Vorbehalte.

Lille, das für die Partie 78 000 Eintrittskarten verkauft hat, verfolgt mit dem Umzug aber andere Ziele. Der Verein will mit Blick auf die EM 2016, um deren Ausrichtung Frankreich sich beworben hat, beweisen, dass er auch größere Stadien füllen kann. Das eigene Stadion Lille-Metropole bietet nur Platz für 15 500 Zuschauer, der Bau einer neuen Arena ist geplant.

Der Verein lässt sich diese Demonstration auch einiges kosten. Lille muss für Stadionmiete, Sicherheitsdienst und Organisation rund 200 000 Euro aufbringen, rund ein Drittel der Zuschauereinnahmen. Der Klub hat zudem auf eigene Kosten 300 Busse angemietet, um die eigenen Fans nach Paris zu bringen. Die Entfernung zwischen Lille und der Hauptstadt beträgt knapp 300 Kilometer.

© SID

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