Fußball Frankreich
Marseille wird "Geisterspiel" auferlegt

Ein Spiel ohne Zuschauer wird Frankreichs Traditionsverein Olympique Marseille austragen müssen. Beim Heimspiel gegen OGC Nizza Ende Oktober hatte es einen folgenschweren Brandbomben-Wurf eines "OM-Fans" gegeben.

Der französische Ex-Meister Olympique Marseille muss ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Damit reagierte die Disziplinarkomission der französischen Liga auf den Zwischenfall vom 29. Oktober beim Spiel gegen OGC Nizza. Ein Feuerwehrmann hatte zwei Finger verloren, als er eine Brandbombe vom Spielfeld holen wollte. Das Geschoss, das aus dem Olympique-Fanblock geworfen worden war, explodierte in der Hand des 20-Jährigen.

"OM"-Präsident Pape Diouf stritt eine Schuld des Vereins ab und bezeichnete das Urteil als ungerecht: "Das ist eine echte Enttäuschung. In dieser Angelegenheit gibt es einen Schuldigen, der bereits verhaftet ist." Zudem seien nicht die Stadionordner von Olympique, sondern polizeiliche Sicherheitskräfte für die Eingangskontrollen im Stade Velodrome zuständig gewesen. Ob Diouf Berufung einlegen will, ließ er zunächst offen.

Unterdessen hat der 21-jährige Fabien Bouchira den Wurf der Brandbombe bereits gestanden. Sein Fall wird am 9. Dezember vor Gericht verhandelt. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

© SID

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