Fußball Hallen-Pokal
Frauen-Hallenpokal startet heute in Magdeburg

Der diesjährige Frauen-Hallenpokal findet heute erstmals in Magdeburg statt. In der 5 000 Zuschauer fassenden Bördelandhalle hoffen die Veranstalter auf ein ausverkauftes Haus.

Das Pokalfinale soll umziehen, der Hallencup ist bereits umgezogen: Nachdem der Frauen-Hallenpokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in den Jahren 2000 bis 2008 in Bonn ausgetragen wurde, treten die zwölf Bundesligisten am heutigen Samstag zum ersten Mal in Magdeburg an. Der Umzug von der kleinen Hardtberghalle (2 500 Plätze) in die wesentlich größere Bördelandhalle (5 000 Plätze) könnte ein erster Test für die Expansions-Pläne des DFB im Frauenbereich sein.

Für DFB-Präsident Theo Zwanziger ist der Umzug nach Magdeburg jedenfalls ein weiteres Indiz dafür, dass die vom Verband im Vorfeld der WM 2011 in Deutschland gewünschte Professionalisierung des Frauenfußballs weiter voranschreitet. "Wir haben bereits mit unserem Wechsel des Standorts beim DFB-Hallenpokal der positiven Entwicklung im Frauenfußball Rechnung getragen", sagte der DFB-Boss und führte in der Diskussion um ein eigenständiges Frauen-Pokalfinale den Hallencup als Pro-Argument an.

Bisher 3 000 Tickets verkauft

Ob die 16. Austragung des Hallenpokals den Ansprüchen gerecht wird, muss sich allerdings erst noch zeigen. Im Vorfeld des Turniers, das vor dem Jahr 2000 auch in Koblenz, Frankfurt/Main und Dessau ausgetragen wurde, wurden bisher rund 3 000 Eintrittskarten abgesetzt. Der DFB, der in Bonn zuletzt immer ein volles Haus vermelden konnte, strebt eine ausverkaufte Arena an.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Bördelandhalle ausverkauft sein wird, denn es macht einfach Spaß, den Spielerinnen beim Hallenfußball zuzuschauen", meinte DFB-Trainerin Silvia Neid. Auch Nationalspielerin Navina Omilade vom VfL Wolfsburg ist von einer gelungenen Veranstaltung überzeugt: "Es ist doch toll, alle zwölf Bundesligisten unter einem Dach zu haben. Vor allem die Nähe zu den Fans gefällt mir daran."

Um neben dem öffentlichen auch den sportlichen Stellenwert der Veranstaltung zu steigern, greift der Verband bei den Start- und Preisgeldern tief in die Tasche. Das Antrittsgeld wurde von 1 500 auf 10 000 Euro erhöht, die Prämien für die besten vier Teams wurden verdoppelt. Der Sieger von Magdeburg kassiert 5 000 Euro, der unterlegene Finalist 3 000 Euro, die Halbfinalisten jeweils 1 000 Euro.

Hohe Belastung für Nationalspielerinnen

Trotz des erhöhten finanziellen Anreizes ist das Turnier mitten in der Winterpause vor allem bei den Nationalspielerinnen nicht unumstritten. Schließlich haben sich zuletzt viele Spielerinnen, die aufgrund von Welt- und Europameisterschaften sowie den Olympischen Spielen in den vergangenen Jahren keine Sommerpause hatten, nach einer längeren Regenerationsphase gesehnt.

Unter der Überlastung der Nationalspielerinnen soll das Turnier aber nicht leiden. "Wir sind gut vorbereitet. Wir wollen unseren Titel verteidigen und unseren Fans etwas bieten", meinte Trainer Bernd Schröder vom Vorjahressieger Turbine Potsdam.

© SID

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