Fußball
Hitzfeld erklärt Erfolg gegen Real zur Pflicht

Für Zündstoff auf dem Feld ist gesorgt, aber bei der notwendigen Aufholjagd gegen Real Madrid soll der Funke der wieder erstarkten Bayern auch auf das sonst so reservierte Publikum überspringen. Ottmar Hitzfeld setzt auf Offensive – und die Arena soll „brennen“.

dpa MÜNCHEN. Die 66 000 Zuschauer sollen das voll besetzte Stadion wie beim WM-Achtelfinale der deutschen Fußball- Nationalmannschaft gegen Schweden (2:0) in einen Hexenkessel verwandeln und den deutschen Meister nach der 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel doch noch ins Viertelfinale der Champions League tragen.

„Ich hoffe, die Arena wird brennen“, sagte Mark van Bommel, der den Bayern mit seinem Last-Minute-Treffer vor zwei Wochen in Madrid die Hoffnung auf den insgesamt achten Einzug in die Runde der letzten Acht in der europäischen Königsklasse erhalten hat. Auch Hitzfeld hofft auf die Fans, an die extra 60 000 rot-weiße Fähnchen verteilt werden. „Es liegt an uns, den Funken zu zünden. Das Publikum muss sehen, dass wir Großes leisten wollen“, sagte Hitzfeld. Kapitän Oliver Kahn wünscht sich das seit Wochen ausverkaufte Stadion als brodelnden Kessel: „Die Zuschauer werden heiß sein, sie werden kochen“, glaubt der Torhüter, der darin einen „psychologischen Vorteil“ sieht.

Abgesehen vom Hinspiel-Ergebnis wähnen sich die Bayern in der besseren Ausgangsposition. Stimmung, Moral, Form - der Trend zeigt beim deutschen Rekordmeister deutlich nach oben, während der wankende Riese Real Madrid auch noch auf den verletzten David Beckham (Knie) verzichten muss. „Das ist ein großer Ausfall für Real“, meinte Hitzfeld. Eine Zitterpartie haben aber auch die Bayern zu bestehen, denn die Entscheidung über ein Mitwirken von Lucio (Zehenprellung) und Hasan Salihamidzic (Innenbanddehnung im linken Knie) fällt erst am Spieltag. „Das wären zwei gravierende Ausfälle“, meinte Hitzfeld.

Unabhängig von den personellen Sorgen glauben die Bayern wieder an sich - die Verunsicherung ist in Selbstvertrauen umgeschlagen. „Wir entwickeln wieder die Stärke im Kopf“, betonte Kahn. „Wir sind in der Woche der Wahrheit gut drauf“, sagte Van Bommel, der für die Real- Spieler wegen seiner Jubel-Faust nach seinem Treffer in Madrid, die ihm eine auf Bewährung ausgesetzte Sperre eintrug, das Feindbild Nummer 1 darstellt. Der Niederländer gibt sich jedoch gelassen: „Das Essen wird nicht so heiß gegessen, wie es auf den Tisch kommt.“

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