Fußball
HSV nur 1:1 gegen auswärtsschwache Gladbacher

„Ja, ich bleibe“, sagte Trainer Thomas Doll vom Hamburger SV nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach. Nicht einmal gegen die auswärtsschwache Borussia gelang den Hanseaten der ersehnte Befreiungsschlag.

dpa HAMBURG. „Ja, ich bleibe“, sagte Trainer Thomas Doll vom Hamburger SV nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach. Nicht einmal gegen die auswärtsschwache Borussia gelang den Hanseaten der ersehnte Befreiungsschlag.

Der Champions-League-Teilnehmer konnte somit seine seit sieben Monate andauernde Negativserie ohne Sieg im eigenen Stadion nicht beenden. Im 100. Spiel von Doll als Trainer zitterten sich beide Teams über die Zeit. Danijel Ljuboja brachte die Gastgeber mit seinem zweiten Saisontreffer in Führung (66.), die Nationalspieler Oliver Neuville sechs Minuten vor Schluss egalisierte. Damit gelang der „Fohlen-Elf“ der erste Punktgewinn in dieser Saison auf fremden Platz.

„Wenn man bis kurz vor Schluss 1:0 führt, muss man das Ergebnis über die Zeit retten, egal wie“, sagte Doll und war sehr enttäuscht. Trotzdem will der Publikumsliebling weitermachen und nicht zurücktreten. Auch der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann setzt auf weitere gemeinsame Arbeit: „Wir werden Thomas Doll auf keinen Fall rauswerfen.“

Gegen die nach sechs Ausfällen äußerst defensiv eingestellten Rheinländer begannen die Norddeutschen im so genannten Krisengipfel schwerfällig und leisteten sich viele Fehlpässe. Weil sich beim Abschlusstraining zusätzlich zu den fünf Langzeitverletzten auch noch Stürmer Paolo Guerrero verletzt hatte, begann Doll wieder mit den zuletzt kritisierten Boubacar Sanogo und Ljuboja. Der engagierte Serbe vergab gleich zu Beginn der spielerisch schwachen Partie zwei Tormöglichkeiten (4./6.).

Nach 21 Minuten stieß der emsige HSV-Kapitän Rafael van der Vaart mit Gladbachs Keeper Kasey Keller zusammen. Nach einer Flanke von Mario Fillinger rutschte der Niederländer mit dem Knie in den amerikanischen Schlussmann, der zehn Minuten später verletzt vom Platz musste. Trotz Schmerzen hielt Keller die beste Hamburger Chance der ersten Halbzeit von Piotr Trochowski (23.). Der Nationalspiele, , der am Abend die Teilnahme am Länderspiel auf Zypern verletzt absagen musste, zog einen Weitschuss aus 20 Metern ab. Für den 36 Jahre alten Stammtorhüter wechselte Trainer Jupp Heynckes den 25-jährigen Christopher Heimeroth ein.

In seinem neunten Bundesliga-Spiel parierte er in seiner ersten Aktion sicher einen Freistoß von Ljuboja (35.). Die einzige Chance im ersten Durchgang für die Gäste vergab der Brasilianer Kahé (42.), als er aus elf Metern in die Arme von Stefan Wächter schoss.

Mit mehr Tempo begann der HSV und hatte zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff durch van der Vaart und Ljuboja, die mit Fernschüssen zumindest bemüht waren. Bereits in der 55. Minute hätte der HSV durch den Ex-Stuttgarter in Führung gehen müssen, als er nur knapp über die Latte köpfte. Mit mehr Einsatz und besserem Zweikampf-Verhalten zeigte die Doll-Elf trotz großer Schwächen im Zusammenspiel zumindest Kampfgeist.

Vor 56 587 Zuschauern gelang dem starken Ljuboja mit einem Hackentrick das 1:0. Bedient wurde er von dem ansonsten schwerfälligen Thimothee Atouba, dem eine Flanke von links gelang. Neuville nutzte in der 84. Minute ein Durcheinander im Strafraum der Gastgeber und sorgte für das aus Sicht der Gladbacher glückliche Unentschieden. Heynckes haderte wegen der vergebenen Konterchancen mit dem Ergebnis: „Meine Spieler sind angesichts unserer Situation glücklich über den einen Punkt. Aber gegen einen HSV, der über weite Strecken Schwierigkeiten hatte, war mehr drin.“

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