Fußball im Netz

Die Fußball-WM findet auch in sozialen Medien statt

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist auch für soziale Netzwerke ein Großereignis - nicht zuletzt wegen der Werbeerlöse. Facebook, Twitter und Co. haben entsprechende Vorbereitungen getroffen.
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Das Facebook-Profil von Nationaltorwart Manuel Neuer. Facebook und Twitter haben sich intensiv auf die WM vorbereitet. Quelle: dpa

Das Facebook-Profil von Nationaltorwart Manuel Neuer. Facebook und Twitter haben sich intensiv auf die WM vorbereitet.

(Foto: dpa)

New YorkBei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hatte Facebook erst 500 Millionen Mitglieder. Heute sind es 1,28 Milliarden Nutzer, von denen sich knapp 40 Prozent als Fußballfans bezeichnen. Dementsprechend groß ist auch die Bedeutung des diesjährigen Sportereignisses, das vom 12. Juni bis 13. Juli in Brasilien stattfindet. Ähnlich sieht es beim Kurznachrichtendienst Twitter aus. Wie alle sozialen Netzwerke haben sich deshalb Facebook und Twitter intensiv auf die WM vorbereitet.

„WM - Top-aktuell“ heißt das Angebot, das Facebook allen Fußballbegeisterten macht. Zu finden sind dort alle möglichen Informationen - wann Spiele stattfinden, selbstverständlich aktuelle Ergebnisse, Höhepunkte der Begegnungen sowie andere Informationen aus den Mannschaften, die Fans interessieren könnten. Eine interaktive Karte zeigt auf, wo auf der Welt sich die Fans der Stars befinden. Darüber hinaus können sich Facebook-Mitglieder - Fans, Spieler, Mannschaften - austauschen. Auf einer Seite namens FacebookRef können Fans überdies die Kommentare des offiziellen Facebook-Kommentators zu den Spielen lesen.

Das Angebot ist ebenfalls über Handy verfügbar, auch über sogenannte „Feature Phones“, also keine Smartphones, aber internetfähige Mobilgeräte. Facebook hat kürzlich seine App-Version auch für solche „Feature Phones“ zugänglich gemacht und damit darauf reagiert, dass viele neue Mitglieder aus Entwicklungsländern kommen und nicht unbedingt Zugang zu Smartphones haben.

Wie Facebook-Marketingchefin Rebecca Van Dyck sagte, ist damit auch ein Zugriff auf die Fußball-WM-Dienste möglich. Die Grafiken seien bei „Feature Phones“ etwas einfacher als bei den Web- oder Smartphone-Anwendungen. Ansonsten gebe es aber keinen Unterschied.

In einigen Ländern ist - in Anlehnung an Twitter - seit Anfang des Jahres bei Facebook auch eine Trendliste verfügbar mit den aktuell wichtigsten Themen. Die „trending topics“, die individuell auf die Mitglieder zugeschnitten sein sollen, sind derzeit in den USA, Großbritannien, Indien, Kanada und Australien freigeschaltet.

Die Fußball-WM wird eine Art Testlauf für das neue Feature sein. „Das ist unser erster Vorstoß in dieser Sache, besonders bei einem so großen Sportereignis“, sagt Van Dyck. „Wir werden sehen, wie es läuft. Wenn es den Leuten gefällt, werden wir es weiter vorantreiben.“

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