Fußball in Europa
Fohlen und Wölfe gegen reiche Engländer

Zwei Niederlagen haben englische Klubs schon in der Champions League kassiert. Heute kommt es in Mönchengladbach und Manchester zu zwei direkten Duellen um die Vorherrschaft. Eine Standortbestimmung für die Bundesliga.

DüsseldorfIn der Fünfjahreswertung der UEFA liegen die Spanier zwar uneinholbar vorne. Gleichwohl ist jeder direkte Punkt eines deutschen Klubs wichtig, um die anderen Nationen auf Abstand zu halten. Das gelingt am besten durch Erfolge in direkten deutsch-englischen Duellen. Dazu kommt es am Mittwoch gleich zwei Mal. 

Der neue Klub von Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Manchester United, spielt gegen den deutschen Vizemeister VfL Wolfsburg. Da haben die Deutschen gute Chancen, weil das Team des Ex-Bayern-Trainers Louis van Gaal noch nicht richtig in Fahrt gekommen ist. Das erste Spiel verloren sie sogar überraschend in Eindhoven.

In der Premier League klappt es dagegen für ManU überraschend gut. Allerdings ist Schweinsteiger dabei bisher nur ein Nebendarsteller. Auch beim 3:0 über den FC Sunderland wurde er nur eingewechselt. Doch Schweini postete danach dennoch glücklich auf Twitter: „Yes!!!! Wir sind Tabellenführer der Premier League.“ 

Von den deutschen Kontrahenten präsentierte sich Manchester City bisher nicht in Champions-League-Form. Das könnte gut sein für die wieder erstarkten Gladbacher, die nach dem Rücktritt ihres Trainers Lucien Favre zwei Siege in der Bundesliga feierten. Manchester City hatte Ende August den Wolfsburger Kevin De Bruyne für rund 75 Millionen Euro gekauft. Der von Scheichs finanzierte Klub steckte in den vergangenen Jahren mit Abstand am meisten in neue Kicker. 

Mut machen könnte der Fohlenelf in ihrem zweiten Auftritt in der Königsklasse auch eine alte Statistik. Gegen englische Clubs hat Borussia Mönchengladbach bisher eine positive Bilanz. In elf Duellen mit Teams aus der englischen Liga kassierten sie nur drei Niederlagen (gegen den FC Liverpool). Zwei davon waren allerdings extrem bitter, weil es die Endspiele um den Landesmeister-Cup 1978 und den UEFA-Pokal 1973 waren.

Ex-Profi und Sky-Experte Erik Meijer beurteilt die Aussichten der Gladbacher dennoch skeptisch, weil sie national wie international so schlecht in die Saison gestartet sind: „Über Nacht wird am Niederrhein sicher nichts konstant besser. Um Gladbach mache ich mir echt Sorgen.“ Anders sieht dies Mittelfeldspieler Fabian Johnson: „Ein Sieg gegen ManCity ist für uns nicht unmöglich“, sagte er gegenüber der Agentur sid. 

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