Fußball in Russland
Verbandschef entmachtet, Kuranyi vor Rückkehr?

Fünf Jahre lang hat er für Dynamo Moskau gestürmt, nun beendet Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi sein Engagement in Russland. Derweil hat der Fußballverband seinen Präsidenten abgewählt – drei Jahre vor der WM im Land.
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MoskauNach fünf Jahren und mehr als 50 Pflichtspieltoren für Dynamo Moskau hat der frühere Fußball-Nationalspieler Kevin Kuranyi bewegt Abschied von Russland genommen. „Es war eine fantastische Zeit - danke und hoffentlich bis bald“, sagte der 33-Jährige am Samstag. Der Angreifer trug im letzten Saisonspiel die Kapitänsbinde und hatte mit einer Torvorlage Anteil am 1:1 (1:1) gegen FK Krasnodar. Mit dem Punkt sicherte sich der Tabellenvierte einen Europapokalplatz. Kuranyi sollen unter anderem Angebote aus der Bundesliga vorliegen.

Auch Murat Yakin macht Schluss in Russland – der Ex-Bundesligaprofi verlässt nach einer Saison die Trainerbank von Spartak Moskau. Der russische Rekordmeister einigte sich mit dem früheren Schweizer Nationalspieler auf die Auflösung des Zweijahresvertrages. Spartak hatte nach einer enttäuschenden Saison die Europapokalränge verpasst.

Seinen Trainerjob behalten soll hingegen André Villas-Boas bei Meister St. Petersburg. Er wisse vom Interesse internationaler Clubs und hoffe, dass der Portugiese seinen Vertrag in Russland erfülle, sagte Vereinspräsident Alexander Djukow. Torschützenkönig wurde Zenits brasilianischer Topstürmer Hulk mit 15 Treffern.

Für Aufsehen im WM-Gastgeberland von 2018 sorgte die Abwahl von Verbandspräsident Nikolai Tolstych in einem internen Machtkampf. Bei einer Konferenz in Moskau stimmten am Sonntag 235 Delegierte für seine Ablösung, zehn mehr als nötig. Als möglicher neuer Chef war mehrfach Sportminister Witali Mutko genannt worden. Die Verbandsarbeit wird unter anderem erschwert von einer Rivalität zwischen Funktionären aus Moskau und St. Petersburg.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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