Fußball International
Angerer-Wechsel nach Stockholm perfekt

Der Wechsel von Nationaltorhüterin Nadine Angerer zum schwedischen Erstligisten Djurgarden IF ist perfekt. Die 28-Jährige erklärte, schon vor der WM einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Stockholmern unterschrieben zu haben.

Der Wechsel von Nationaltorhüterin Nadine Angerer zum schwedischen Spitzenklub Djurgarden IF ist unter Dach und Fach. Die WM-Heldin hat bestätigt, dass sie den Bundesligisten Turbine Potsdam im Januar 2008 in Richtung Stockholm verlassen wird. Der Zweijahresvertrag wurde bereits vor der WM in China, wo die 28-Jährige ohne Gegentor geblieben war und zur besten Torhüterin des Turniers gewählt wurde, unterschrieben.

"Ich wollte die Verträge vor der WM unter Dach und Fach bringen, um mich auf das Sportliche konzentrieren zu können", sagte Angerer, die derzeit wegen einer Lungenentzündung in einem Berliner Krankenhaus behandelt wird, dem Sport-Informations-Dienst (sid). Zwar besitzt die Nationalkeeperin in Potsdam noch einen Vertrag bis Ende Juni 2008, allerdings machte die gelernte Physiotherapeutin von der mündlichen Zusage von Trainer Bernd Schröder Gebrauch, bei einem Auslandsangebot wechseln zu dürfen.

"Schweden hat stärkste Liga der Welt"

"Ich möchte betonen, dass ich kein Problem mit dem Trainer oder der sportlichen Situation bei Turbine habe", erklärte Angerer, die seit 2001 für den Klub spielt. Vielmehr suche sie die persönliche Herausforderung: "Es war immer mein Traum, einmal im Ausland zu spielen und mich dort durchzusetzen. Und Schweden hat die stärkste Liga der Welt."

Dabei sollte "die Unbezwingbare" (DFB-Präsident Theo Zwanziger) eigentlich die deutsche Top-Liga als Aushängeschild zu größerer Popularität verhelfen. Doch darauf wolle sie keine Rücksicht nehmen. "Nur weil ich zum Gesicht der WM und der Bundesliga erkoren wurde, heißt das nicht, dass ich für immer hier bleibe", meinte Angerer. Sie habe sich diesen Schritt in den Kopf gesetzt, "das ziehe ich jetzt durch".

Sie hat bereits eine Dreizimmerwohnung in Stockholm angemietet. Diese liegt nur fünf Gehminuten vom Domizil ihrer Nationalmannschaftskollegen Ariane Hingst entfernt. Hingst war im März ebenfalls von Potsdam nach Djurgarden gewechselt.

Meistertitel als Ziel

Auch freut sie sich auf das Duell mit der beim Meister Umea IK spielenden Brasilianerin Marta, gegen die Angerer im WM-Finale einen Elfmeter gehalten hatte. "Ich will Umea und Marta ärgern. Vielleicht klappt es mit dem Meistertitel", sagte die zweimalige Weltmeisterin. In Stockholm wird sie die Nachfolge von Norwegens Nationaltorhüterin Bente Nordby antreten, die in ihre Heimat zurückkehrt.

Angst, aus dem Blickfeld zu geraten und ihren erst kurz vor der WM eroberten Stammplatz in der Nationalmannschaft zu verlieren, hat Angerer nicht: "Unsere Trainerin Silvia Neid wusste von Anfang an Bescheid und findet die Sache gut. Da habe ich keinen Nachteil."

Mit Turbine hat die 28-Jährige in sechs Jahren zweimal die deutsche Meisterschaft errungen, wurde dreimal DFB-Pokalsiegerin und siegte 2005 im Uefa-Cup der Frauen.

© SID

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