Fußball International
Argentinischer Klassiker als Krisengipfel

Acht Tage vor dem Duell mit den Boca Juniors hat River Plate Buenos Aires Trainer Angel Cappa entlassen. Auch der Coach des Stadtrivalen, Claudio Borghi, bangt um seinen Job.

Argentiniens größter Fußball-Klassiker verkommt acht Tage vor der 331. Auflage zum Krisengipfel. Während River Plate am Dienstag nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in Folge Trainer Angel Cappa vor die Tür setzte, bangt auch Claudio Borghi bei den Boca Juniors um seinen Job. Die titelverwöhnten Klubs aus Buenos Aires schauen derzeit der Konkurrenz hinterher.

Cappa saß nur 18 Mal auf der Bank der "Millonarios", die derzeit auf einem Relegations-Platz liegen. Der Rekordchampion mit 33 Titeln muss nun schon seinen vierten Trainer in diesem Jahr suchen. Als Kandidaten werden Americo Gallego, Weltmeister von 1978, und Marcelo Bielsa, der als Chiles Nationaltrainer zurückgetreten ist, genannt.

Großer Verschleiß von Trainern

Da auch Boca schon 13 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Estudiantes de la Plata hat, fühlt sich Borghi, immerhin schon der vierte Trainer in diesem Jahr beim 23-maligen Meister, ebenfalls nicht mehr sicher. "Ich weiß nicht, ob ich gegen River noch Trainer bin", sagte der 46-Jährige und ergänzte: "Eine Woche ist im Fußball eine Ewigkeit."

Die argentinische Meisterschaft wird in zwei Runden ausgespielt, dem Torneo Apertura von August bis Dezember und dem Torneo Clausura in den Monaten Februar bis Juni. Bei der Abstiegsfrage wird ein Koeffizient aus allen Erstliga-Spielen der letzten drei Jahre herangezogen.

© SID

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