Fußball International
"Barca" greift nach erstem Weltpokal

Zahlreiche Trophäen hat der FC Barcelona schon gesammelt, der Weltpokal blieb den Spaniern bislang jedoch verwehrt. Dies soll sich heute mit einem Finalsieg gegen Internacional Porto Alegre (11.20 Uhr MEZ) ändern.

Brasiliens Superstar Ronaldinho von Champions-League-Sieger FC Barcelona will seiner Mannschaft heute mit einem Sieg gegen Internacional Porto Alegre (11.20 Uhr MEZ) erstmals den Titel des Klub-Weltmeisters in den bereits prall gefüllten Trophäenschrank stellen. Am Montag steht dann die Wahl zum "Weltfußballer des Jahres" an, wo sich der 26-Jährige wohl zum dritten Mal in Folge die Krone aufsetzen kann.

Ronaldinho beschwört Besonderheit der Partie

Vor dem Duell gegen den Klub aus seiner Heimat Brasilien im Stadion von Yokohama, wo er 2002 Weltmeister wurde, beschwört Ronaldinho die Besonderheit der Partie: "Gegen Inter zu spielen, ist für mich nicht deshalb etwas Besonders, weil ich früher beim Lokalrivalen Gremio war, sondern weil wir hier im Finale eines Turniers stehen, das Barcelona noch nie gewonnen hat."

Trotz einiger Start-Schwierigkeiten ließen die Katalanen beim 4:0-Sieg im Halbfinale gegen America aus Mexiko-Stadt keinen Zweifel an ihrer Extraklasse aufkommen: "Wir haben auf jeden Fall ein gutes Spiel abgeliefert. America hat eine gute Mannschaft, aber wir haben unsere Chancen genutzt", sagte Ronaldinho, der das 1:0 durch Eidur Gudjohnsen vorbereitet und das 3:0 selbst erzielt hatte.

Rijkaard im Duell mit Cruyff

"Unsere Mannschaft hat eine ganze Zeit gebraucht, um den Rhythmus zu finden. Ich bin froh, dass America diese Schwäche nicht ausgenutzt hat", sagte Frank Rijkaard. Der Barca-Coach steht Sonntag auch im Duell mit Johan Cruyff. "König Johan" stand als Trainer der Katalanen im Jahr 1992 im Endspiel um den Weltpokal, verlor jedoch gegen Sao Paulo 1:2.

Die Probleme in der ersten Halbzeit des Halbfinales führte Rijkaard auf die Zeit- und Klimaumstellung zurück: "Wir hatten alle mit dem Jetlag zu kämpfen. Es braucht eine Zeit, um das zu überwinden." Gegen die Brasilianer sieht Rijkaard gute Siegchancen: "Ich habe keine Angst vor Internacional, im Gegenteil, ich freue mich auf diese Mannschaft. Sie haben einige gute Spieler in ihren Reihen und kommen aus einem Land, in dem Fußball geboren wurde."

Barcelonas portugiesischer Nationalspieler Deco wollte seiner Elf für das Finale keinen Vorteil einräumen: "Am Sonntag kommt das Endspiel, und bei Endspielen gibt es keine Favoriten", sagte der kleine Mittelfeldspieler, der im Halbfinale den Treffer zum 4:0-Endstand markierte. Für America-Trainer Luis Fernando Tena konnte es nach der 0:4-Pleite nur einen Anwärter auf den Titel geben: "Barcelona ist die Nummer eins in der Welt, sie sind einfach exzellent."

Gudjohnsen fühlt sich "wie neugeboren"

In großer Spiellaune präsentierte sich Barcas Isländer Gudjohnsen, der bei seinem neuen Klub immer besser in Fahrt kommt. Mit seinem 1:0 legte er den Grundstein zum Halbfinal-Sieg: "Ich fühle mich wie neugeboren", sagte der Blondschopf, der nach einer langen Zeit als Reservist beim englischen Meister FC Chelsea seit seinem Wechsel im Sommer zu Barcelona immer besser in Schwung kommt.

Die Klub-WM, bis 2004 Weltpokal, wird unter den sechs Siegern der Kontinentalverbände aus Europa (Uefa), Asien (AFC), Afrika (CAF), Nord- und Mittelamerika (Concacaf), Südamerika (Conmebol) sowie Ozeanien (OFC) ausgetragen. Am Sonntag stehen sich zunächst der ägyptische Spitzenklub Al Ahly und America im Spiel um Platz drei gegenüber (08.20 Uhr MEZ). Im Anschluss folgt das Endspiel zwischen Internacional und Barcelona.

© SID

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