Fußball International
Batista steht als Maradona-Nachfolger parat

Interimslösung Sergio Batista soll offenbar dauerhaft die Nachfolge von Diego Maradona als Trainer bei der argentinischen Nationalmannschaft übernehmen.

Ein immer noch zutiefst gekränkter Diego Maradona hat sich vor der Präsentation seines Nachfolgers erneut als Heckenschütze betätigt. Der frühere argentinische Nationalcoach bezeichnete seinen designierten Nachfolger Sergio Batista als Clown und sprach ihm im Umgang mit Weltfuballer Lionel Messi die Sachkompetenz ab.

"Batista kann niemanden glücklich machen. Wenn er sagt, Messi ist jetzt happy, dann liegt es daran, dass sich Batista wie ein Clown anzieht", spottete Superstar Maradona und stellte klar: "Mit mir als Trainer war Messi glücklich. Ich habe ihn verstanden wie kein anderer."

"Checho" Batista sollte am Dienstag offiziell als Nachfolger von Maradona als Nationaltrainer des zweimaligen Weltmeisters Argentinien vorgestellt werden. Der bisherige Interimscoach hatte am Montag der Verbandsspitze sein Konzept präsentiert. Dem 47-Jährigen, der die Argentinier 2008 in Peking zum Olympiasieg geführt hatte, waren in den letzten Monaten mit der Nationalelf Siege gegen Irland (1:0) und Weltmeister Spanien (4:1) gelungen. Zuletzt gab es ein 0:1 gegen Japan.

Gegenseitige Sticheleien

Im Blickpunkt stand aber trotz der Personalie Batista wieder einmal Maradona, der nach dem 0:4 im WM-Viertelfinale gegen Deutschland trotz eines triumphalen Fan-Empfangs entlassen worden war. Wenige Tage nach seinem "traurigsten Geburtstag" seines Lebens ließ der 50 Jahre alte Superstar kein gutes Haar an seinem vermeintlichen Nachfolger Batista und sieht in ihm eine Lachnummer.

Batista hatte sich den Zorn Maradonas zugezogen, weil er das taktische Konzept von "El Diez" bei der WM kritisiert hatte. "Bei mir und der Nationalmannschaft fühlt sich Messi so wohl wie bei seinem Klub FC Barcelona", sagte Batista in Anspielung auf Maradonas unglückliches Händchen in punkto Messi.

Bereits vor und dann auch während der WM in Südafrika war gerätselt worden, warum Starspieler Messi in der Seleccion nie an seine herausragenden Barca-Leistungen anknüpfen konnte. Maradona, der mit Argentinien nur knapp die WM-Qualifikation geschafft hatte, war nicht nur in diesem Zusammenhang fehlendes taktisches Verständnis vorgeworfen worden.

Als Schuldigen für seinen Abgang hatte die "Hand Gottes" aber vor allen Dingen Carlos Bilardo ausgemacht. Quasi aus Rache plauderte Maradona pikante Details aus der gemeinsamen Vergangenheit mit dem Generaldirektor der Seleccion aus. Bei der erfolgreichen WM 1986 hätten die Spieler laut Maradona entschieden, was auf dem Platz zu tun sei, da es kein richtiges Training gegeben hatte und keiner die Worte des damaligen Trainers Bilardo verstanden hätte.

© SID

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