Fußball International
Beckhams US-Debüt misslungen

Für David Beckham endete das US-Debüt mit einer Enttäuschung. Der englische Nationalspieler kassierte in seinem ersten Spiel für die Los Angeles Galaxy gegen den englischen FA-Cup-Sieger FC Chelsea eine 0:1-Niederlage.

Das US-Debüt von David Beckham ist misslungen. Der englische Nationalspieler musste in seinem ersten Spiel für die Los Angeles Galaxy eine 0:1-Niederlage gegen den englischen FA-Cup-Sieger FC Chelsea hinnehmen. Das Tor für die Londoner erzielte Englands Nationalmannschafts-Kapitän John Terry in der 49. Minute.

Vor 27 135 Zuschauer im kalifornischen Carson und einem Millionen-Publikum vor den TV-Geräten wurde "Becks" in dem Testspiel erst in der 78. Minute eingewechselt und konnte dem schwachen Spiel seiner Mannschaft nur wenig Impulse verleihen. Wegen einer Knöchelverletzung musste der neue Star des US-Fußballs zunächst noch geschont werden. Trotz der Pleite bei seinem ersten Auftritt für seinen neuen Arbeitgeber war Beckham nicht unzufrieden: "Es war eine grandiose Atmosphäre. Ich habe noch nicht trainiert und bin nicht fit. Trotzdem hat es Spaß gemacht."

Chelsea deutlich überlegen

Acht Ballkontakte - jeder frenetisch bejubelt - lieferte Beckham ab, bis auf eine Ecke in der Nachspielzeit sorgte keiner von ihnen für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Allerdings dürfte selbst der 250-Millionen-Mann geschockt von jenem spielerischen Niveau gewesen sein, dass sein neuer Club vor den Augen von "Governator" Arnold Schwarzenegger ablieferte. Die Chelsea-Angreifer, die gerade ihre Saisonvorbereitung begannen, umwedelten ihre eingespielten Gegner wie Slalom-Stangen und hätten bereits zur Halbzeit deutlich führen müssen.

Der Vorletzte der Western Conference der Major League Soccer (MLS) gab drei ärmliche Schüsse aufs Tor ab und war im Kampf Mann gegen Mann hoffnungslos überfordert. So plätscherte die Begegnung dahin, bis Beckham sich die speziell für dieses Spiel angefertigten Schuhe - auf deren Rückseite waren seine Trikotnummer 23 und die Namen beider Teams gestickt - schnürte und die Menge endlich aus der Lethargie erwachte.

Vorher hatten sich rund 100 Fotografen vor der Auswechselbank trotz einem Dutzend Sicherheitskräfte eine heftige Schubserei um die besten Plätze geliefert. Wer Beckham nicht vor die Linse bekam, durfte auf der Ehrentribüne mit Ehefrau Victoria vorlieb nehmen, die trotz der Dämmerung mit gewohnt überdimensionaler Sonnenbrille die Aktionen ihres Gatten artig beklatschte.

Als alles vorbei war, bekam schließlich auch noch das amerikanische Fernsehen die neue Realität zu spüren. Weil Beckham nicht auf das Ende der Reklameeinblendungen warten wollte, ging der Sender Espn Hals über Kopf zur Mitte des zweiten Werbespots wieder auf Sendung. Auch dies ist nicht alltäglich.

© SID

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