Fußball International
"Becks" berauscht Amerika

David Beckham ist in Begleitung seiner Frau Victoria bei seinem neuen Verein Los Angeles Galaxy vorgestellt worden. Zur Präsentation des Engländers kamen etwa 5 000 Fans und 700 Medienvertreter.

In Begleitung seiner Frau Victoria ist David Beckham von seinem neuen Verein Los Angeles Galaxy im Konfettiregen präsentiert worden. Zur Vorstellung des Engländers kamen etwa 5 000 begeisterte Fans ins Home Depot Center. "Ein Traum geht in Erfüllung. Ich habe für große Mannschaften wie Manchester United und Real Madrid gespielt. Jetzt freue ich mich auf die vielleicht größte Herausforderung meines Lebens. Ich bin stolz, ein Kalifornier zu sein," gab der 32-Jährige bekannt.

Es ging nichts mehr. Fast 700 Medienvertreter drängten sich am Freitagmorgen (Ortszeit) um den derzeit begehrtesten Superstar der US-Sportszene. Begleitet von zwei Leibwächtern hielt Beckham Einzug in jenes Stadion, in dem er am 21. Juli im Freundschaftsspiel gegen den FC Chelsea erstmals das Trikot überstreifen soll. Um 10.17 Uhr sprach Galaxy-Manager Alexi Lalas dann endlich die magischen Worte: "Ladies und Gentleman, der historische Augenblick ist da. Bitte begrüßen Sie den besten Fußballer des Planeten."

"Ich kann das erste Training kaum erwarten"

Beckham bedankte sich bei den Fans und versprach, die derzeit am Tabellenende dümpelnden Galaxy schnell zu besseren Zeiten zu führen. "Ich kann das erste Training kaum erwarten und möchte sobald wie möglich ins Trikot schlüpfen." Bei der Ankunft des als "Soccer-Messias" gefeierten 94-maligen englischen Nationalspielers blieb nichts dem Zufall überlassen. Am Donnerstag zierte er das Cover der Sports Illustrated, einen Tag später schalteten sich CNN und der Sportsender Espn live zur ersten Pressekonferenz ein.

Passend zur "Becksmania" ging das Trikot mit der Nummer 23 erst über die Ladentheke, als der Hauptdarsteller am Tag zuvor unter dem Gekreische der Teenies den Flieger aus London verließ. Selbst die längst beschlossene Wiedervereinigung der Spice Girls musste warten. Dass die Pop-Ikonen nun ihre Gigs in Las Vegas, New York und London austragen, kommt nicht von ungefähr - die Arenen gehören dem US-Konzern AEG, gleichzeitig Besitzer der Galaxy.

250 Mill. in fünf Jahren

Trotz des enormen Preises für den teuersten Fußballstar aller Zeiten - Beckham verdient in den kommenden fünf Jahren etwa 250 Mill. Dollar und damit immerhin fast doppelt soviel wie der berühmteste Baseballer des Landes, Alex Rodriguez von den New York Yankees - dürfte sich der Transfer des Mittelfeldstrategen für alle Beteiligten auszahlen. Der Vorverkauf der Galaxy hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Für die fünf verbleibenden Auswärtsspiele der Saison wurden bisher durchschnittlich 26 416 Karten abgesetzt (Liga-Durchschnitt: 15 089).

"Er wird einen Impakt von Mrd., nicht Mill. haben", prognostizierte AEG-Chef Tim Leiweke, der der Liga allerdings auch nach dem Zeitalter Beckham ein Überleben voraussagte. "David ist ein enormer Faktor, aber nicht der alles entscheidende Moment im US-Soccer. Dieser wird erst kommen, wenn die USA erstmals die Weltmeisterschaft gewinnen." Bei allem Optimismus und trotz des Rummels um "Becks" behielt Leiweke zumindest den Realitätssinn. "Ob ich oder meine Kinder diesen noch erleben, bleibt dahingestellt."

© SID

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