Fußball International
Berlin und Hamburg wollen Europapokal-Finale

Der DFB hofft bei der Vergabe der Europapokalfinals für die Jahre 2008 und 2009 heute in Ljubljana auf einen Endspiel-Doppelpack. Berlin und Hamburg bewerben sich um die Austragung der Endspiele.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Ausrichtung der Europapokalfinals für die Jahre 2008 und 2009 anvisiert und hofft heute bei der Vergabe in Ljubljana auf einen Endspiel-Doppelpack. Berlin in der Champions League und Hamburg im Uefa-Pokal schickt der DFB bei der Exekutivsitzung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Sloweniens Hauptstadt ins Rennen für die Finals in beiden europäischen Wettbewerben.

DFB-Organisationschef Peter Radziwill sieht gute Chancen auf den Zuschlag für zwei weitere fußballerische Großereignisse in Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts. "Wir sind hervorragend aufgestellt. Berlin und Hamburg haben fantastische Stadien und erfüllen alle Voraussetzungen", sagte Radziwill. Allerdings schloss er aus, zwei Endspiele in einem Jahr in Deutschland ausrichten zu dürfen.

Namhafte Mitbewerber

Berlins namhafte Mitbewerber sind Sevilla, Moskau, Rom und London. Peter von Löbbecke, Manager des Berliner Olympiastadions, das im vergangenen Jahr von der Uefa in ihre Fünf-Sterne-Kategorie erhoben wurde, sieht der Vergabe nach den guten Erfahrungen bei der Weltmeisterschaft optimistisch entgegen. "Ich gehe davon aus, dass wir eines der beiden Endspiele bekommen", sagte von Löbbecke. Hätte er die Wahl, würde er sich für 2008 entscheiden, weil 2009 bereits die Leichtathletik-WM im Olympiastadion stattfindet.

Radziwill hält Berlin wegen seiner Infrastruktur mit drei Flughäfen sowie Übernachtungsmöglichkeiten von Spitzen- bis Rucksackklasse für einen Favoriten. Zudem, so der Organisationschef, sei man nach der WM "politisch verpflichtet", Berlin eines der beiden Endspiele zuzuschanzen.

Auch der Senat der Hauptstadt habe bei der Bewerbungsphase "wunderbar mitgespielt", sagt von Löbbecke. Berlin will im Sinne des DFB das WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" wiederbeleben und rund um das Finale einen Fußball-Treffpunkt vor dem Brandenburger Tor gestalten. Dort sollen sich Fans treffen und Sponsoren präsentieren.

Public Viewing möglich

Ob es Public-Viewing-Veranstaltungen zu möglichen Finalspielen geben könnte, würde nur kurzfristig entschieden werden können. Ob der Erfolg der Großbildleinwände wie zu Zeiten der WM zu wiederholen ist, hängt vor allem auch von den Finalpaarungen ab. "Spiele von Mannschaften mit reiselustigen Fans würden solche Pläne forcieren", sagt Radziwill. Das gilt sowohl für Berlin als auch für Hamburg.

Die Hansestadt bekommt es bei der Vergabe der zwei Uefa-Pokalfinals mit Manchester, Bukarest, Tel Aviv und Istanbul zu tun. "Wir haben bereits viele Länderspiele in Hamburg ausgetragen. Die Stadt hat ein wichtiges Endspiel verdient", sagt Radziwill. Wie in Berlin sei die Infrastruktur hervorragend.

Letztmals fand im Jahr 2004 ein Europapokalendspiel in Deutschland statt, als Gelsenkirchen Schauplatz des Finals der Champions League zwischen dem FC Porto und dem AS Monaco (3:0) war.

© SID

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