Fußball International
Blatter übt Druck auf Peru aus

Der in Peru durch Fußball-Verband und Regierung entfachte Streit nimmt kein Ende. Fifa-Chef Blatter will das nicht weiter akzeptieren und stellte ein Ultimatum bis Montag aus.

Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter hat Peru wegen des sich seit Monaten hinziehenden Streits zwischen dem Fußball-Verband und der Regierung des Andenstaates bis Montag ein Ultimatum zur Lösung des Konflikts gestellt. "Das Problem in Peru ist, dass es eine Einmischung der Politik in den Fußball gibt", sagte der Schweizer in einer Pressekonferenz am Freitag in Santiago de Chile.

Peru droht Ausschließung aus der Fifa

Wie Blatter weiter erklärte, erwarte er bis zum Wochenbeginn ein von beiden Seiten verfasstes offizielles Dokument, in dem eine Lösung des Konfliktes innerhalb von zehn Tagen vereinbart wird. Ansonsten werde man Peru aus der Fifa-Familie ausschließen, was einem Bann für alle internationalen Wettbewerbe gleichkäme. Blatter: "Sie werden von allen internationalen Aktivitäten ausgeschlossen." Eine erste Fifa-Frist war bereits am Freitag abgelaufen.

Oberste Organe aus Staat und Sport fordern den Rücktritt des Verbands-Chefs. Dem erst im vergangenen Jahr wiedergewählten Manuel Burga werden Missbrauch bei der Vergabe von Ämtern und Geldern vorgeworfen. Zudem habe er die Statuten des Fußball-Verbandes nicht an die herrschenden Sportgesetze angepasst, weshalb ihm für fünf Jahre das Recht entzogen wurde, seine Funktion auszuüben.

Gastgeberrolle für "U20-Copa America" entrissen

Die Dringlichkeits-Kommission des südamerikanischen Verbandes Conmebol hatte Peru die Gastgeberrolle für die Copa America der U20-Junioren entrissen und Venezuela als neuen Ausrichter des Turniers im kommenden Januar bestimmt.

© SID

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