Fußball International
Boxeinlage bringt Scolari vier Spiele Sperre ein

Nach seinem Faustschlag gegen den Serben Ivica Dragutinovic ist Portugals Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari für vier Spiele gesperrt worden. Sein "Opfer" muss wegen des Handgemenges zweimal aussetzen.

Vier Spiele Sperre hat Portugals Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari für seinen Ausraster im EM-Qualifikationsspiel gegen Serbien (1:1) aufgebrummt bekommen. Diese Strafe verhängte am Donnerstag die Kontroll- und Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) gegen den 58-Jährigen, der in der Partie gegen die Serben am 12. September den Spieler Ivica Dragutinovic mit einem Faustschlag am Gesicht gestreift hatte. Zudem muss Scolari 12 120 Euro (20 000 Schweizer Franken) Geldstrafe bezahlen. Dragutinovic wurde wegen seiner Rolle in dem Handgemenge wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Spiele gesperrt.

"General Filipao" fehlt den Portugiesen damit in der entscheidenden Phase der Qualifikation für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Dort stehen für den WM-Vierten noch die Partien in Aserbaidschan (13. Oktober) und Kasachstan (17. Oktober) sowie zu Hause gegen Armenien (17. November) und Finnland (21. November) an. Momentan liegen die Portugiesen mit 17 Punkten aus zehn Spielen lediglich auf Tabellenplatz drei der Gruppe A hinter Polen (21 Punkte) und Finnland (19), die beide aber schon elf Spiele absolviert haben.

Scolari bezeichnete die Strafe als "übertrieben" und kündigte einen Einspruch an. Als weitere Begründung für seinen Gang in die Berufung nannte er, dass "der Spieler, der diese Situation verursacht hat", nur für zwei Spiele gesperrt wurde. Der serbische Verband akzeptierte dagegen das gegen Dragutinovic verhängte Strafmaß.

Nach der Affäre hatte Scolari in Portugal Forderungen nach seinem Rücktritt zurückgewiesen. Der Brasilianer, der sein Heimatland 2002 zum WM-Titel in Südkorea und Japan geführt hatte, bekleidet den Posten bei den Portugiesen seit 2003 und führte die Mannschaft 2004 in Finale der EM im eigenen Land sowie im vorigen Jahr bei der WM in Deutschland ins Halbfinale, wo die Portugiesen an Frankreich scheiterten und danach auch das Spiel um Platz drei gegen die DFB-Auswahl verloren.

© SID

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