Fußball International
Briegel wird Nationaltrainer im Bahrain

Knapp zwei Wochen nach seinem Rücktritt als albanischer Nationalcoach hat Hans-Peter Briegel ein neues Betätigungsfeld gefunden. Der 50-Jährige wird in den kommenden zwei Jahren die Nationalelf des Bahrains betreuen.

Hans-Peter Briegel hat einen neuen Job. Knapp zwei Wochen nach dem Rücktritt des 72-maligen deutschen Nationalspieler einigte sich "die Walz aus der Pfalz" mit dem Königreich Bahrain auf eine Zusammenarbeit über zwei Jahre. Der 50-Jährige unterschrieb einen ab Juli geltenden Kontrakt, der ihm 626 000 Euro pro Jahr einbringt.

Briegel: "Es ging alles sehr schnell"

"Es ging alles sehr schnell. Letzte Woche kam der Anruf und die Verhandlungen haben zweieinhalb Tage gedauert", sagte Briegel nach seiner Vertragsunterschrift dem Sport-Informations-Dienst (sid). Als erste Aufgabe steht für Briegel allerdings die Qualifikation für die Asien-Meisterschaft im Juli des kommenden Jahres an.

Bahrain ist nach der Niederlage im Februar gegen Australien Letzter in einer Vierer-Gruppe, was ungewöhnlich für Bahrain ist. Die ersten beiden Teams kommen weiter und am 16. August steht ein sehr wichtiges Spiel gegen den Libanon an", erklärte Briegel, der am am Persischen Golf Luka Peruzovic ablöst. Der Kroate wurde nach der Niederlage gegen Australien entlassen. Vor Peruzovic betreute der frühere Bundesligaprofi Wolfgang Sidka die Auswahl, die in den WM-Playoffs unglücklich an Trinidad und Tobago gescheitert war.

"Das wird ein Fulltime-Job"

"Es ist sehr interessant hier am Golf. Ich muss die Mannschaft aber erst einmal kennen lernen, denn bisher kenne ich sie nur vom Videostudium. Hier war die Tage gerade ein Spiel, da habe ich fünf, sechs Spieler live gesehen", erläuterte Briegel, der einen Umzug vom pfälzischen Germersheim nach Bahrain plant: "Ich werde wohl immer dort sein. Das wird ein Fulltime-Job, denn ich bin auch für die U21 verantwortlich."

Die Zusage Briegels im Bahrain kam ebenso überraschend wie das Ende seiner Arbeit in Albanien. Mit dem albanischen Verband hatte das Idol von Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern trotz der verpassten WM-Qualifikation grundsätzlich Eingung über eine Verlängerung seines Vertrages bis zur Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich 2008 erzielt. Daraus wurde aber nichts.

"Ich will nicht mehr zurückschauen. Ich hatte drei sehr schöne Jahre in Albanien. Aber für den neuen Vertrag kamen Nachforderungen, die vorher mündlich nicht so verabredet waren", sagte der zweimalige Vize-Weltmeister. In dem offiziellen Vertragswerk war offenbar eine Klausel enthalten, nach der Briegel entlassen werde, falls er in der EM-Qualifikation drei Niederlagen mit der Nationalmannschaft hätte hinnehmen müssen.

© SID

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