Fußball International
Diego verdirbt Englands Wembley-Einstand

Ein Treffer von Werder Bremens Spielmacher Diego zum 1:1 für Brasilien in der Nachspielzeit verdarb Gastgeber England die Premiere im neuen Wembley-Stadion. Dafür feierte David Beckham ein starkes Comeback.

Werder Bremens Spielmacher Diego hat der englischen Nationalmannschaft eine triumphale Länderspiel-Premiere im neuen Wembley-Stadion verdorben. Der Mittelfeldspieler erzielte in der Nachspielzeit den 1:1 (0:0)-Ausgleich für Rekord-Weltmeister Brasilien, nachdem sich die "Three Lions" angeführt von einem starken Rückkehrer David Beckham lange Zeit auf der Siegerstraße wähnten.

Chelsea-Kapitän John Terry hatte nach einem Freistoß von Beckham in der 68. Minute per Kopf die Engländer vor 90 000 Zuschauern im neuen Fußball-Tempel in Führung gebracht. Die Partie wurde vom deutschen Referee Markus Merk geleitet.

Es war das erste Länderspiel in der 1,2 Mrd. teuren Arena, die komplett neu erbaut worden war. Vor dem Abriss hatte der Weltmeister von 1966 im Oktober 2000 bei der 0:1-Niederlage gegen Deutschland (Tor: Dietmar Hamann) seinen letzten Auftritt in Wembley.

Diesmal lief es anders. Daran hatte Beckham entscheidenden Anteil. Der Mittelfeldstar von Real Madrid, der erstmals nach elf Monaten wieder von Teammanager Steve Mcclaren berücksichtigt worden war, übernahm im englischen Spiel gleich das Kommando. Der 32-Jährige zeigte in seinem 95. Länderspiel bis zu seiner Auswechslung 13 Minuten vor Schluss eine starke Leistung und sorgte vor allem bei Standardsituationen stets für Gefahr.

Bereits in der ersten Halbzeit hatte "Becks" per Freistoß die Führung auf dem Fuß (30.). Bei den Brasilianer hatte Ronaldinho die beste Chance, doch England-Keeper Paul Robinson war zur Stelle (50.).

Bei den Brasilianer gab der Bremer Bundesligaprofi Naldo sein Debüt im blau-gelben Dress. Mit einer Körpergröße von 1,98m ist der Abwehrspieler damit der größte brasilianische Nationalspieler aller Zeiten. Außerdem standen Juan, der Bayer Leverkusen verlassen wird, sowie Gilberto und Mineiro (beide Hertha BSC Berlin) in der Startformation.

© SID

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