Fußball International
Diegos Chance in der Selecao

Heute steigt in Dortmund das Testspiel zwischen dem fünffachen Weltmeister Brasilien und der Türkei: Für Bremens Spielmacher Diego eine weitere Chance, sich in der Selecao für die Copa America in Venezuela einzuspielen.

Ein Treffer in Englands Fußballtempel Wembley hat den Bundesligaprofi Diego zum Top-Kandidaten für die Rolle des Regisseurs in der brasilianischen Nationalmannschaft bei der anstehenden Copa America gemacht. "Schon im nächsten Spiel wird er mehr Möglichkeiten bekommen", kündigte Selecao-Coach Dunga an und winkt dem Mittelfeldspieler von Werder Bremen am Dienstag gegen die Türkei in Dortmund (20.15 Uhr) mit einem Platz in der Startelf.

Aber nicht nur das Ausgleichstor in der Nachspielzeit, auch noch per Kopf gegen Englands Abwehrrecken, zum 1:1 gegen den Weltmeister von 1966 begeisterte Dunga. "Er hat viel Einsatzwillen gezeigt, dabei auch die Bälle hinten geholt und zudem Deckungsarbeit geleistet", lobte der Trainer die Allround-Fähigkeiten des Bremers, der nach seinem Wechsel vom FC Porto an die Weser längst aus dem Leistungstief gekommen ist.

Diego: "Das war ein wichtiger Schritt"

"Das war ein wichtiger Schritt", bestätigte auch Diego, der im vergangenen November nach 21 Monaten wieder in den Kreis der Selecao zurückgekehrt war und mit seiner Mischung von Technik und Kampf zum "Modellathleten" für Dunga avanciert. Zumal die Diva-Mentalität der Stars Kaka und Ronaldinho, die jüngst für die Südamerika-Meisterschaft vom 26. Juni bis 15. Juli in Venezuela per Fax um Urlaub baten, dem 43-Jährigen ein Dorn im Auge ist. Und für die vom Duo freigemachten Plätze im offensiven Mittelfeld hat Diego im Wembley-Stadion eine perfekte Bewerbung abgeliefert, der nun die Bestätigung in seinem 13. Länderspiel in Dortmund folgen soll. Am liebsten an der Seite seines Bremer Klubkollegen Naldo, der sich nach seinem gelungenen Debüt im kanariengelben Trikot ebenfalls Chancen auf eine Nominierung für die Copa America ausrechnet.

Auch wenn dem mit 1,98m angeblich größten Selecao-Innenverteidiger aller Zeiten beim Kopfballtor von Englands John Terry die berühmten Zentimeter fehlten. "Nur bei dieser Aktion habe ich schlecht ausgesehen", urteilte der 24-Jährige nach 90 durchgespielten Premieren-Minuten und räumt vor dem Duell gegen die Türken ein: "Es wäre natürlich fantastisch, jetzt auch im Land zu spielen, in dem ich wohne."

In Dortmund könnte Dunga sogar gleich fünf Bundesliga-Akteure, die damit neben den Profis aus der spanischen Primera Division das Gros der Selecao stellen, zum Anpfiff aufbieten. Schließlich überzeugten auch der Leverkusener Juan sowie die beiden Berliner Gilberto und Mineiro gegen England.

© SID

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