Fußball International
Ehemaliger OFC-Präsident Dempsey verstorben

Charlie Dempsey, langjähriger Präsident des Fußball-Verbandes Ozeaniens, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Vor acht Jahren entschied Dempsey die Vergabe der WM 2006.

Trauer in Neuseeland: Im Alter von 86 Jahren ist der langjährige Präsident der Fußball-Konföderation Ozeaniens OFC, Charlie Dempsey, gestorben. Das einstige Mitglied des Exekutivkomitees des Weltverbandes Fifa, der "Regierung" des Weltfußballs, hatte sich bei der Vergabe der WM 2006 an Deutschland im Juli 2000 in Zürich der Stimme enthalten. So kam es zu einer 12:11-Entscheidung der Fifa-Exekutive für die Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Ringen mit Südafrika.

Vor acht Jahren galt Dempsey als Befürworter der deutschen Bewerbung. Er erklärte später, dass ein nicht zu "tolerierender Druck" auf ihn ausgeübt worden sei, so dass er sich der Stimme enthielt. Hätte Dempsey für Südafrika gestimmt, hätte es eine Patt-Situation im Exekutivkomitee gegeben. In diesem Fall hätte die Stimme von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter den Ausschlag gegeben. Der Schweizer galt damals bereits als Befürworter der südafrikanischen WM-Bewerbung. Die Kap-Republik wurde später zum WM-Gastgeber 2010 gewählt.

Dempsey wurde 1922 in Schottland geboren und wanderte 30 Jahre später nach Neuseeland aus. OFC-Chef Reynald Temarii würdigte die Verdienste Dempseys und dessen nimmermüden Einsatz für den Fußball in Ozeanien.

© SID

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