Fußball International
Fifa vernahm erste Personen im Türkei-Skandalspiel

In Zürich hat die Fifa die ersten Versuche abgeschlossen, Licht ins Dunkel um das Skandalspiel Türkei gegen Schweiz zu bringen. 22 Personen wurden im Hauptquartier des Weltverbandes vernommen.

Die Fifa hat die ersten Beteiligten am Skandalspiel zwischen der Türkei und der Schweiz angehört. "Dabei ging es weder um die Wertung dieser Sachverhalte noch um die Festlegung eines Strafmaßes", teilte die Fifa anschließend mit und betonte noch einmal ausdrücklich, dass aufgrund des aufwändigen Ermittlungsverfahrens erst Anfang 2006 mit Urteilen gerechnet werden könne.

Insgesamt wurden im Fifa-Hauptquartier in Zürich 22 Personen vernommen, um die genauen Umstände und Urheber der skandalösen Vorfälle beim WM-Qualifikations-Rückspiel am 16. November in Istanbul (4:2) zu ermitteln. Befragt wurden neben Schiedsrichter Frank de Bleeckere aus Belgien auch die Bundesligaspieler Alpay Özalan (1.FC Köln), Raphael Wicky (Hamburger SV) und Benjamin Huggel (Eintracht Frankfurt). Gegen Alpay und Huggel hat die Fifa sogar Einzelverfahren eingeleitet.

Feststellung der Sachverhalte als Ziel

"Sinn und Zweck der Befragungsrunde vom 28. und 29. November war einzig und allein die Feststellung der genauen Sachverhalte", erklärte die Fifa, die im Hauptverfahren gegen den türkischen Fußballverband sowie in den bisher eröffneten Einzelverfahren gegen Alpay Özalan, Emre Belozoglu und Mehmet Özdilek sowie Benjamin Huggel und Stephan Meyer ermittelt.

Die Aussagen der Beteiligten sollen in den kommenden Tagen ausgewertet werden. Danach will die Fifa-Disziplinarkommission unter Vorsitz von Scheich Salman Bin Ebrahim Al-Khalifa (Bahrain) "so rasch wie möglich"über die nächsten Schritte befinden. Möglicherweise werden weitere Befragungen und anderweitige Beweiserhebungen angeordnet sowie zusätzliche Verfahren eröffnet.

Wildwest in Wild-Ost

Bei der Partie im Sükrü-Saracoglu-Stadion in Istanbul hatten die Türken nach der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland verpasst. Daraufhin war es zu Prügelszenen auf dem Spielfeld und im Kabinengang gekommen. Der polnische Verbandspräsident Michal Listkiewicz, einer der zwei Fifa-Beobachter bei diesem Match, hatte anschließend vor allem den türkischen Nationaltrainer Fatih Terim schwer belastet. Terim bestritt die Vorwürfe.

© SID

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