Fußball International
Grazer AK versucht Neuanfang in der zweiten Liga

Drei Jahre nach dem Gewinn der österreichischen Meisterschaft zieht sich der insolvente Traditionsklub Grazer AK überraschend aus der Bundesliga zurück. Dies gab das Präsidium am Mittwochabend bekannt.

Der insolvente Traditionsklub Grazer AK hat am Mittwochabend überraschend den Rückzug aus der österreichischen Bundesliga bekannt gegeben. Der Meister von 2004 akzeptiert den 28-Punkte-Abzug, um den es in den letzten Wochen juristische Auseinandersetzungen gegeben hatte, und versucht in der zweiten Division (Red-Zac-Liga) einen Neuanfang.

"Das Präsidium hat entschieden, dass wir sportlich und finanziell in der zweiten Spielklasse gesunden wollen", erklärte Präsident Stephan Spicher. Der GAK werde für die Saison 2007/2 008 "aufgrund der durch das Kasperltheater der vergangenen Wochen immer schwieriger gewordenen Gespräche mit potenziellen Investoren" einen Lizenzantrag für die zweite Liga stellen.

Es sei dem Verein nicht möglich gewesen, das erforderliche Budget von 6,5 Mill. Euro für die kommende Bundesliga-Saison aufzustellen. Der viermalige Pokalsieger sieht sich Forderungen von Gläubigern in Höhe von insgesamt 51 Mill. Euro gegenüber, der Insolvenzantrag erfolgte bereits am 2. März 2007. Konkursverwalter Norbert Scherbaum hofft, den Fortbestand des Vereins retten zu können.

Ende März war gegen den Athletik Klub wegen Verstößen gegen das Lizenzierungsverfahren der massive Punktabzug verhängt worden. Wenig später hob das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz das Urteil und damit den vom Fußball-Weltverband Fifa erwirkten Punkteabzug wieder auf. Die Bundesliga erhob Einspruch, durch den Rückzug des Vereins wird eine erneute Verhandlung überflüssig.

© SID

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