Fußball International: Hiddink wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

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Hiddink wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Der russische Nationaltrainer Guus Hiddink steht derzeit wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung vor Gericht. Dem Niederländer wird vorgeworfen, einen Scheinwohnsitz in Belgien gehabt zu haben.

Guus Hiddink droht eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung. Am zweiten Prozesstag gegen den russischen Fußball-Nationaltrainer forderte die Staatsanwaltschaft nach einem Bericht der nationalen Nachrichtenagentur ANP als Strafmaß zehn Monate Gefängnis. Der 60 Jahre alte Ex-Coach von "Oranje", der mit Hilfe eines Scheinwohnsitzes im belgischen Achel insgesamt 1,4 Mill. Euro hinterzogen haben soll, beteuert seine Unschuld. Der Prozesses gegen den Niederländer findet in Den Bosch statt.

Die Anklage bezeichnete Hiddinks belgischen Wohnsitz als "Witz" und zeigte sich überzeugt davon, dass der frühere Profi nach seiner Tätigkeit als Nationaltrainer von Südkorea 2002 und 2003 tatsächlich bei seiner Freundin in Amsterdam gewohnt hat. "Hiddink ist von einem hohen Sockel gefallen", sagte ein Vertreter der Anklage.

Duell in Amsterdam

In Russland sorgte die Nachricht aus Den Bosch unterdessen nicht für Unruhe. "Ich glaube nicht, dass es zu einer Haftstrafe kommen wird. Wir leben schließlich in einer zivilisierten Welt und nicht mehr im Mittelalter. Holland ist ein europäisches Land, und es wird nicht bis zum Äußersten gehen", meinte Witali Mutko, Präsident des Russischen Fußball-Verbandes (RFU).

Hiddink hatte stets erklärt, wirklich in Belgien gewohnt und alle Steuern bezahlt zu haben. Am Mittwoch trifft die russische Elf in Amsterdam auf die Niederlande.

© SID

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