Fußball International
Italien blamiert sich in Ungarn

Einige Favoriten hätten ihre Testspiele sicher lieber ausfallen lassen. Weltmeister Italien blamierte sich in Ungarn 1:3 (0:0), die Niederlande verloren in der Schweiz ebenso 1:2 (0:1), wie Argentinien in Norwegen.

Die Nationalmannschaften einiger großer Fußballnationen sind derzeit offenbar nicht in Top-Form und haben sich bei ihren Testspielen reichlich blamiert. Allen voran Weltmeister Italien. Die "Squadra Azzura" hat ihre Generalprobe für die Neuauflage des WM-Finals gegen Frankreich verpatzt. Zwei Wochen vor dem Duell mit den Franzosen in der EM-Qualifikation mussten sich die Italiener in Budapest 1:3 (0:0) gegen Ungarn geschlagen geben. Nach dem Führungstor von Antonio Di Natale (49.) sorgten Adam Juhasz (61.), Zoltan Gera (66., Elfmeter) und Robert Feczesin (76.) noch für die Wende. Frankreich gewann bei der Slowakei durch ein Tor von Thierry Henry (40.) 1:0.

Eigentlich dienen Freundschaftsspiele dazu, dass sich zwei Teams in friedlicher Atmosphäre im rein sportlichen Wettkampf messen. Doch nicht jedes der zahlreichen freundschaftlichen Duelle, welche am Mittwoch ausgetragen wurden, trug diese Bezeichnung auch zurecht. An einigen Spielstätten gab es mächtig Ärger. So schien nicht jedem bewusst gewesen zu sein, dass die Begegnung zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien lediglich ein Fußball-Freundschaftsspiel war. Vor dem brisanten Match in Sarajevo jeweils rund 40 Hooligans beider Nationen teilweise mit Messern aufeinander los. Die Randalierer demolierten ein Cafe und schlugen Schaufensterscheiben ein. Mindestens vier Kroaten sind nach Angaben der Polizei verletzt worden, zwei Personen wurden festgenommen.

Auch in Griechenland gab es vor dem Spiel Zoff. Da der Rasen des Toumba-Stadions in Saloniki einem Acker gleich kam drohte die spanische Nationalmannschaft dem Europameister mit der Abreise.Nach einem Krisengipfel und recht hektischen Nachbesserungen traten die Spanier um 20.30 Uhr doch zum Vergleich mit der Auswahl von Trainer Otto Rehhagel an. Beim 3:2 (2:1) der Iberer erzielte Theofanis Gekas von Bayer Leverkusen die Führung (18.) für Griechenland, ehe Marchena (38) ausglich. Den erneuten Rückstand durch Katsouranis (44.) drehte Silva für die "Seleccion" durch ein Doppelpack (67./90.).

Friedlicher ging es in Minsk zu, wo der ehemalige DDR-Nationaltrainer Stange erstmals auf der weißrussischen Bank saß. Er war vor drei Wochen als Nachfolger des zurückgetretenen Juri Puntus verpflichtet worden und machte als erste Amtshandlung den früheren Stuttgarter Alexander Hleb zu seinem Kapitän. Stanges Debüt gelang dank eines späten Tores von Gennadi Blisnijuk (90.). Zuvor hatte Shimon Gershon die erste Führung der Weißrussen durch Roman Wassiliuk (2.) nach 29 Minuten ausgeglichen.

Norwegen erwischt Argentinien eiskalt

Außenseiter Norwegen sorgte in den ersten der mehr als 30 Test-Länderspiele am Mittwoch für die größte Überraschung. Die Nordeuropäer besiegten in Oslo dank zweier Treffer von John Carew (11., Elfmeter/58.) bei einem Gegentor von Maxi Rodriguez (84.) den zweimaligen Weltmeister Argentinien 2:1 (1:0).

Argentiniens großer Rivale Brasilien tat sich beim 2:0 (0:0) gegen Algerien ebenfalls schwer. Die Tore des Rekordweltmeisters, der in Montepellier mit den Bundesliga-Profis Naldo, Diego (beide Werder Bremen) und Mineiro (Hertha BSC Berlin) antrat, erzielten vor 26 392 Zuschauern Maicon (62.) und Ronaldinho (81.).

DFB-Gegner Wales und Irland überzeugen

Sowohl Wales, das am 8. September in Cardiff die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfängt, als auch Irland verbuchten mit überzeugenden Auftritten Auswärtssiege. Den Walisern genügte in Burgas ein Tor von Freddy Eastwood (41.) zwei Wochen vor dem Duell mit der DFB-Elf zum 1:0 (0:0) gegen Gastgeber Bulgarien. Die Iren von Trainer Steve Staunton, die am 13. Oktober in Dublin Gastgeber für die deutsche Nationalmannschaft sind, besiegten Dänemark in Aarhus klar mit 4:0 (2:0). Robbie Keane (29./40.) und Shane Long (54./65.) trafen jeweils doppelt.

In Moskau bewahrte ein Bundesliga-Duo Polen vor einer Niederlage gegen Russland. Nach einem 0:2-Halbzeitrückstand sorgten Jacek Krzynowek (73.) vom VfL Wolfsburg sowie Jakub Blaszczykowski (77.) von Borussia Dortmund mit sehenswerten Treffern noch für den 2:2-Endstand. Dimitri Sytschew (20.) und Roman Pawljutschenko (33.) hatten vor 15 000 Zuschauern für Russland getroffen.

Schweiz düpiert die "Elftal"

Tranquillo Barnetta von Hannover 96 führte den EM-Gastgeber Schweiz mit zwei Toren (9., Foulelfmeter/51.) zu einem 2:1 (1:0) gegen die Niederlande. Bei den Niederländern gab Ruud van Nistelrooy nach rund einjähriger Abstinenz sein Comeback im Nationalteam, das Tor für Oranje schoss Dirk Kuyt (52.).

© SID

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