Fußball International
"Kaiser" schließt Posten als Fifa-Präsident aus

Franz Beckenbauer hat eine Kandidatur als Präsident der Fifa ausgeschlossen und offenbar auch keine Ambitionen mehr, das Präsidenten-Amt der Uefa zu bekleiden. "Ich muss mich um meine Kinder kümmern", so der "Kaiser".

Franz Beckenbauer will sich in Zukunft mehr der Familie widmen und hat offenbar keine Ambitionen mehr, Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa) zu werden. Auch eine Kandidatur für den Chefposten beim Weltverband Fifa schließt der "Kaiser" aus. "Ich muss mich um meine Kinder kümmern", sagte Beckenbauer dem kicker über eine mögliche Bewerbung als Fifa-Boss. Dass er Präsident der Uefa werde, sei "unwahrscheinlich, wenn Lennart Johansson wiedergewählt wird", ergänzte Beckenbauer.

Der Uefa-Präsident steht am 27. Januar 2007 in Düsseldorf zur Wahl. Neben Johansson hat sich das französische Fußball-Idol Michel Platini um das Amt beworben. "Es wäre das Beste, Johansson würde noch eine Periode machen und dann den Übergang zu Michel Platini schaffen", sagte Beckenbauer.

Der Präsident von Rekordmeister Bayern München unterstrich erneut seinen Wunsch, in das Exekutivkomitee der Fifa einzuziehen. "Der DFB möchte diese Position behalten", sagte er. Beckenbauer würde in dem Gremium Gerhard Mayer-Vorfelder beerben, der seinen Sitz dort 2007 abgeben soll.

Wiederwahl als Bayern-Boss im November

Noch im November soll Beckenbauer für weitere drei Jahre als Bayern-Boss wiedergewählt werden, spätestens 2009 aber wird er das Amt wohl an Manager Uli Hoeneßübergeben. "Uli Hoeneß hat seine Absicht bekundet, mich zu beerben. Ich habe ihm gesagt, du musst mir nur den Tag mitteilen, dann bist du mein Nachfolger. So könnte es meine letzte Periode sein", sagte er.

Die sportliche Situation der Bayern sieht Beckenbauer durchaus mit Sorge - trotz des jüngsten Sieges bei Bayer Leverkusen (3:2). "Ich sehe mich in meinen Bedenken bestätigt", sagte er: "Ich hoffe, wie so viele im Klub, dass es bei der schweren Vorrunde bleibt und man nach der Winter-Vorbereitung in der Rückrunde durchziehen kann." Trotz der schwierigen Lage erwartet er am Saisonende aber "Platz eins bis drei".

In der Champions League hängen die Trauben laut Beckenbauer dagegen noch höher: "Dass wir international nach ganz vorne kommen, halte ich für die Ausnahme." Obwohl sich Beckenbauer einmal mehr für Verstärkungen aussprach, schreckt auch er vor allzu gewagten Investitionen zurück. "Mir ist ein Haushalt ohne Risiko lieber als ein unbedachter Transfer, der das Unternehmen gefährdet", meinte er.

Verein soll in "Kracher" investieren

Wenn der Verein investiere, solle er laut Beckenbauer aber wirkliche "Kracher" holen. "Ich würde es unterstützen, dass man bei Zukäufen echte Verstärkungen holt. Sonst sollten wir auf den Nachwuchs setzen." Superstars wie David Beckham würden aber "das ganze Gefüge durcheinander" bringen.

Manager Hoeneß bescheinigt der Boss trotz der jüngsten Kritik an einigen Neuzugängen der vergangenen Jahre gute Arbeit. "Die Einkaufspolitik war akzeptabel", sagte er. Flops wie Ali Karimi oder Julio dos Santos nimmt er hin: "Wenn ich einen geschenkt bekomme, kann ich von ihm keine Weltklasseleistung verlangen."

© SID

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