Fußball International
Keine Extrawurst mehr für Ronaldo in der "Selecao"

Rekord-WM-Torschütze Ronaldo erhält keinen Freibrief mehr für die brasilianische Nationalmannschaft. Coach Carlos Dunga erklärte, dass es in der "Selecao" in Zukunft "keine Stars und keine Stammplätze" mehr gibt.

Superstar Ronaldo besitzt in der brasilianischen Nationalmannschaft keinen Bonus mehr. Nationaltrainer Dunga kündigte in einem Interview an, in Zukunft rein nach Leistung zu nominieren und auf Verdienste aus der Vergangenheit keine Rücksicht mehr zu nehmen. "Ich erwarte mehr von Ronaldo. Schießt er Tore, ist er gut in Form, kommt er zurück. Sonst nicht. Ich kann nur die besten Spieler gebrauchen, die auch konditionell fit sind. Es gibt keine Stars und keine Stammplätze mehr", erklärte der ehemalige Stuttgarter Bundesliga-Profi.

Verletzung gerade auskuriert

Nach dem für Ronaldo und die "Selecao" sehr enttäuschend verlaufenen WM-Turnier (Viertelfinal-Aus gegen Frankreich) musste sich der Angreifer einer Operation am linken Knie unterziehen. Seitdem konnte Ronaldo für die Nationalmannschaft kein Spiel mehr bestreiten. Bei seinem Klub Real Madrid feierte der Torjäger in der Champions League beim 5:1 (3:0)-Erfolg über Dynamo Kiew am Dienstag sein Comeback.

Der Coach fordert im Gespräch mit der "Sport-Bild" auch die Bundesliga-Legionäre Lucio (Bayern München) und Juan (Bayer Leverkusen) auf, sich in der "Selecao" mehr einzubringen: "Wir sind sehr zufrieden mit ihnen. Spieler wie Lucio oder Juan haben einen wunderbaren Blick für das Spiel und sind hervorragend auf dem Feld. Aber sie sagen nichts! Wir versuchen gerade, das zu ändern. Wir wollen mehr aus ihnen herausholen, sie auf dem Platz zum Reden bringen, damit sie den anderen Spielern mit ihrer Erfahrung helfen. Gerade Lucio als neuer Kapitän muss auf dem Feld mehr Anweisungen geben."

Chancen auf eine Nominierung in die Auswahl des Rekord-Weltmeisters traut Dunga neben Lucio, Juan und Gilberto (Hertha BSC Berlin) auch dem Bremer Diego und dem Schalker Rafinha zu. "Nominieren tun sie sich selbst", so der Kapitän der brasilianischen Weltmeistermannschaft von 1994, nämlich durch entsprechende Leistungen: "Das Trikot Brasiliens tragen zu dürfen, muss man sich verdienen."

© SID

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