Fußball International
Koch droht wegen Knallkörper das Karriere-Ende

Georg Koch muss um seine Karriere bangen. Nach einem Knallkörper-Angriff hat der Torhüter in Diensten von Rapid Wien Gleichgewichtsprobleme und ein dauerhaftes Pfeifen im Ohr.

Torhüter Georg Koch befürchtet sein Karriere-Ende. Dies sei die Folge seiner durch einen Knallkörper hervorgerufenen Verletzung. "Ich habe immer noch ein lautes Pfeifen im Ohr und spüre einen extremen Druck. Bei den Gleichgewichts-Test, die die Ärzte mit mir durchgeführt haben, bin ich immer wieder nach rechts gekippt", sagte der 36-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Falls sich das nicht ändert, kann ich nicht mehr Fußball spielen. Die nächsten 14 Tage stehe ich unter Beobachtung."

Der langjährige Bundesliga-Profi fühlte sich an den Fall des früheren Cottbuser Trainers Petrik Sander erinnert, der am 1. April 2005 bei einem Spiel in Aue von einem Feuerwerkskörper getroffen wurde. "Ich habe mich immer gefragt, warum Petrik Sander so leidet. Jetzt weiß ich, welche Hölle er durchgemacht hat", meinte Koch. Und Sander bestätigte: "Das Pfeifen habe ich immer noch im Ohr, und es wird wohl auch nicht weggehen."

Koch war am Sonntag im Spiel seines Vereins Rapid Wien gegen Austria Wien (3:0) in der 11. Minute durch einen Knallkörper verletzt worden. Er erlitt bei der Detonation des Böllers einen Hörschaden und kollabierte später in der Kabine. Der mutmaßliche Täter ist gefasst, ihm droht eine dreijährige Haftstrafe.

© SID

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