Fußball International
Köppel hält Trainingslager auf Schalke ab

Ganze vier Wochen ist Horst Köppel zu Gast auf Schalke. Mit seinem neuen Klub Al-Wahda Abu Dhabi bereitet sich der 58 Jahre alte Fußball-Lehrer in Gelsenkirchen auf seine Aufgabe im Wüstenstaat vor.

Horst Köppel ist lediglich zu Gast beim Bundesligisten Schalke 04, wenn auch für ganze vier Wochen. Trotzdem ist der Rummel um seine Person fast genau so groß wie der um seinen Schalker Kollegen Mirko Slomka und dessen Spieler. Mit seinem neuen Klub Al-Wahda Abu Dhabi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bereitet sich der 58 Jahre alte Fußball-Lehrer im Ruhrgebiet auf das Abenteuer in einer für ihn noch fremden Welt vor.

"Ich war zwar mal für zwei Jahre in Japan und kenne mich auch durch die Trainer-Stationen in Deutschland in der Welt aus. Aber die Emirate, das ist auch für mich noch einmal ein Abenteuer", sagt Köppel, der nach Ablauf der vorigen Saison seinen Posten beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach trotz Tabellenplatz zehn räumen musste.

Einjahresvertrag erst am Samstag unterschrieben

Erst am vorigen Samstag hatte der gebürtige Stuttgarter einen Einjahresvertrag bei Al-Wahda ünterschrieben. Seine neue Mannschaft begrüßte er gemeinsam mit Co-Trainer Lothar Sippel gleich im Gelsenkirchener Parkstadion. "Das Trainingslager hier auf Schalke war schon abgeschlossen worden, bevor ich mein Engagement zugesagt hatte. Aber es ist gut, dass wir hier sind, denn in Abu Dhabi sind zurzeit 50 Grad. Da kannst du keinen Leistungssport betreiben", meint Köppel.

Die Saison im Wüstenstaat beginnt erst am 24. September, zehn Tage zuvor muss Al-Wahda im Pokal ran. In den vier Wochen im Revier will Köppel nun seine Mannschaft, mit der er in einem neuen Hotel unweit der Veltins-Arena wohnt, näher kennenlernen. "Mein Englisch ist sicher nicht perfekt, aber die einfachen Dinge im Fußball kann man schon erklären", sagt Köppel, der glaubt, den Vize-Meister mit seiner Erfahrung weiterbringen zu können.

"Das Leistungsgefälle innerhalb des Teams ist schon sehr groß. Da sind einige gute Jungs dabei, andere sind sicher nicht so weit. Ich denke, dass die Truppe in etwa deutschem Zweitliga-Niveau entspricht", erklärt der Ex-Profi.

Erstes Freundschaftsspiel gegen Erkenschwick

Am Mittwoch absolvierten die Araber ihr erstes Freundschaftsspiel im Ruhrpott, das beim westfälischen Oberligisten Spielvereinigung Erkenschwick 2:4 verloren ging. Auch ein ein Duell gegen Schalke ist noch geplant. Die "Knappen" werden voraussichtlich Ende August mit einer gemischten Mannschaft aus Ersatz-, Jugend- und Amateurspielern gegen die "Wüstensöhne" antreten.

In der Wüste will Köppel dann den nötigen Abstand zum unschönen Ende seiner Gladbacher Zeit finden, denn die seelischen Wunden sind noch nicht verheilt. "Es ist nicht meine Art, nachzutreten. Aber die Art und Weise, wie ich dort am Schluss behandelt wurde, war sicher nicht in Ordnung und tat unheimlich weh", sagt Köppel, der mit seinem Nachfolger Jupp Heynckes in der Saison 1970/71 und von 1973 bis 1978 gemeinsam im Sturm der damaligen Gladbacher "Fohlen"-Elf wirbelte.

Eine Rückkehr in die Bundesliga will Köppel nicht gänzlich ausschließen. "Man soll nie nie sagen", meint Köppel. Aber zunächst wartet auf ihn erst einmal Pionierarbeit in Abu-Dhabi.

© SID

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