Fußball International
LA Galaxy buhlt um Weltfußballerin Marta

Marta Vieira da Silva soll künftig für US-Klub Los Angeles Galaxy auflaufen. Die Weltfußballerin, die derzeit beim schwedischen Spitzenklub Umea IK spielt, soll bis zu zwei Mill. Dollar verdienen.

Weltfußballerin Marta Vieira da Silva steht offenbar vor einem Wechsel zum US-Klub Los Angeles Galaxy. Die Brasilianerin, die im WM-Finale von Schanghai am Sonntag gegen Deutschland eine 0:2-Niederlage hinnehmen musste, soll für einen mehrjährigen Vertrag zwischen 1,5 und zwei Mill. Dollar erhalten. "Interessant ist das natürlich schon", sagte die als beste WM-Spielerin ausgezeichnete Südamerikanerin der "taz".

Bislang kickt die nur 1,60 m große WM-Torschützenkönigin für rund 6 000 Euro im Monat beim schwedischen Spitzenklub Umea IK. Der Verein südlich vom Polarkreis kann am Sonntag wieder frühzeitig die schwedische Meisterschaft gewinnen. Den Uefa-Cup, die Krone des europäischen Vereins-Fußballs, verpasste Umea in diesem Sommer in zwei Endspielen gegen die Frauen des Jens-Lehmann-Klubs FC Arsenal (0:1/0:0).

Beckhams Klub aus der Major League Soccer (MLS) hat große Pläne mit der kleinen Stürmerin und will dabei sein, wenn 2009 in den USA eine neue Frauenliga etabliert wird. Die 21 Jahre alte Angreiferin vom Zuckerhut, die mit ihren technischen Finessen die Fans bei der WM in China begeistert hatte, soll zum Zugpferd der Liga werden.

Im letzten Jahr hatte Marta Vieira da Silva, die im WM-Finale mit einem Strafstoß an DFB-Keeperin Nadine Angerer (Potsdam) gescheitert war, ihren Vertrag in Skandinavien trotz eines besseren Angebots eines weiteren Vereins verlängert. Wenn der Kontrakt 2008 ausläuft, dürfte die technisch versierte Spielerin nicht mehr zu halten sein. Als sie mit 17 Jahren 2004 aus ihrer brasilianischen Heimat Dois Riachos nach Schweden kam, soll sie gerade mal 1 500 Euro im Monat verdient haben.

Doch Umea kämpft um seine Heldin. Unter dem Motto "Rettet Marta für Umea" wurde eine Geldsammelaktion gestartet. Eine Lohnerhöhung könne man schon anbieten. "Aber natürlich können wir nicht mit einer Million Dollar mithalten", sagt Roland Arnqvist, Vorsitzender von Umea. Sein Klub setzt auf andere Argumente. Marta fühle sich wohl in Schweden, habe die Sprache gelernt und viele Freunde in ihrer neuen Heimat gewonnen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%