Fußball International
Mexiko dank Pardo im Gold-Cup-Finale

Mexiko hat den Höhenflug von Außenseiter Guadeloupe beim Gold-Cup in den USA gestoppt und steht nach einem 1:0 im Finale gegen die Gastgeber. Matchwinner bei den Mexikanern war Stuttgarts Pavel Pardo.

Die Nationalmannschaft Mexikos hat beim Gold-Cup in den USA das Finale erreicht. Pavel Pardo vom deutschen Meister VfB Stuttgart erzielte beim 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Außenseiter Guadeloupe mit einem Fernschuss in der 69. Minute den einzigen Treffer. Im Endspiel trifft Rekord-Titelträger Mexiko auf Rekord-Finalist, Gastgeber und Titelverteidiger USA.

Archundia sorgt für Ärger

Für die unfreiwilligen Schlagzeilen sorgte jedoch Schiedsrichter Benito Archundia. Der Mexikaner, der bei der WM 2006 fünf Spiele - darunter das Halbfinale zwischen Deutschland und Italien - leitete, verweigerte Kanada beim 1:2 (0:2) gegen Gastgeber USA in der vierten Minute der Nachspielzeit zu Unrecht den vermeintlichen Ausgleichstreffer durch Atiba Hutchinson.

Während sich Kanadas Mittelfeldspieler "betrogen" fühlte, blieb Stephen Hart sachlich. "Der Ball kam vom Gegner, deshalb kann es niemals Abseits gewesen sein", meinte der Coach und wurde durch die Fernsehbilder bestätigt. Während die früheren Deutschland-Legionäre Paul Stalteri (Bremen) und Julian de Guzman (Saarbrücken, Hannover) somit das Endspiel verpassten, dürfen drei aktuelle und drei frühere Bundesliga-Profis mit ihren Teams weiter vom Titel träumen.

Das Karibik-Team aus Guadeloupe verabschiedete sich gegen Mexiko nach einer erneut starken Leistung erhobenen Hauptes. "Wir sind stolz und haben der Welt gezeigt, dass auch Guadeloupe eine gute Mannschaft hat", sagte Coach Roger Salnot.

Im Endspiel am Sonntag in Chicago kommt es nun zum Traum-Finale zwischen dem Rekord-Titelträger und Rekord-Finalist und Titelverteidiger USA. "Wir haben die USA zwar noch nie auf US-Boden besiegen können", sagte Pardo: "Aber wir haben alle Chancen."

Die Helden der US-Boys um den Hamburger Benny Feilhaber waren zwei frühere und ein noch offizieller Bundesliga-Profi. Die Ex-Leverkusener Frankie Hejduk (39.) und Landon Donovan (45., Foulelfmeter) schossen die Tore, der Mönchengladbacher Kasey Keller hielt in seinem 100. Länderspiel mit zahlreichen Paraden den Sieg buchstäblich fest, auch wenn er neben dem Treffer von Iain Hume (76.) eigentlich noch den Ausgleich von Hutchinson kassierte.

Lob für Kasey Keller

"Er hat sehr gut gespielt", lobte Trainer Bob Bradley den Keeper, der offiziell noch bis 30. Juni als Gladbacher geführt wird, den Verein nach dem Abstieg aus der Bundesliga aber verlassen wird: "Wir sind alle stolz auf ihn und darauf, dass er die Marke von 100 Länderspielen erreicht hat. Das ist eine unglaubliche Leistung."

Das zweite Sonderlob kassierte Hejduk, der von 1998 bis 2003 in Leverkusen unter Vertrag stand. "Frankie spielt ein großartiges Turnier. Er ist ein ganz erfahrener Mann, der die Mitspieler immer wieder pusht", erklärte Bradley. Allerdings wird Hejduk im Endspiel wegen einer Gelbsperre ebenso fehlen wie Trainer-Sohn Michael Bradley, der in der 89. Minute des Feldes verwiesen wurde.

Außerdem spricht die bisherige Final-Bilanz klar für die Mexikaner. Die beiden bisherigen Endspiele bei den Kontinental-Meisterschaften gegen die USA gewannen sie mit 4:0 (1993) und 1:0 (1998).

© SID

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