Fußball International: Ottmar Hitzfeld mit der Schweiz fast einig

Fußball International
Ottmar Hitzfeld mit der Schweiz fast einig

Ottmar Hitzfeld steht kurz davor, nach der EM 2008 Nationaltrainer der Schweiz zu werden. Gespräche mit der Schweizer Führungsriege sollen schon fast Einigkeit gebracht haben.

Ottmar Hitzfelds Engagement bei der Schweizer Nationalmannschaft wird immer konkreter. Der scheidende Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München steht kurz davor, nach der Europameisterschaft 2008 die Auswahl der Eidgenossen zu übernehmen. Die Führungsspitze des Schweizer Fußball-Verbandes (SFV) hat nach eigenen Angaben mit dem 59-Jährigen in einem längeren Gespräch Übereinstimmung in den wesentlichen Verhandlungspunkten gefunden.

Über den genauen Inhalt der Unterhaltung in Holziken schwiegen die Beteiligten. Der SFV erklärte aber: "Es wurde ein gutes und konstruktives Gespräch geführt. In wesentlichen Punkten erzielten Hitzfeld und die SFV-Delegation eine Übereinstimmung." SFV- Präsident Ralph Zloczower sprach von einem guten Zeitpunkt und Resultat.

Alles deutet nun darauf hin, dass Hitzfeld, der sich nach dieser Saison als Vereinstrainer und aus der Bundesliga verabschiedet, bei den Eidgenossen nach der EM im eigenen Land und Österreich Nachfolger von Köbi Kuhn wird. Die zuständigen Gremien des Schweizer Fußballs, der SFV-Zentralvorstand, der SFV und die Swiss Football League, werden nun informiert, damit die notwendigen Beschlüsse gefasst werden können. Dies erscheint jedoch als Formsache.

Mit dem Vollzug ist Ende Februar zu rechnen. "Dann informieren wir wieder", erklärte Zloczower. Der offizielle Vorschlag wird den zuständigen Gremien des Schweizer Fussballs unterbreitet. Die Wahl des Nationalcoachs nehmen die sieben stimmberechtigten Mitglieder des Zentralvorstands vor.

In dem für die Wahl maßgeblichen Komitee sitzen neben Zloczower, Lämmli und Liga-Präsident Peter Stadelmann, der ebenfalls an dem Gespräch mit Hitzfeld teilgenommen hat, die beiden SFV-Vizepräsidenten Urs Saladin und Kurt Zuppinger, Giuseppe Poma (1. Liga) und Paul Krähenbühl (Amateur-Liga). Sie dürften der SFV-Wunschlösung Hitzfeld sicher zustimmen.

Seit Hitzfeld Anfang Januar öffentlich seinen Abschied von Bayern München angekündigt hatte, war der in Lörrach nahe der Schweizer Grenze beheimatete Hitzfeld der Top-Kandidat für die Kuhn-Nachfolge. Zuvor hatte Lämmli die Situation bei einem Besuch im Haus von Hitzfeld bereits ausreichend sondiert. Die beiden kennen sich aus vergangenen Erfolgszeiten beim FC Aarau.

Hitzfeld selbst hatte zuletzt in einem Interview seine Bereitschaft signalisiert. "Ich glaube schon, eine Erfahrung als Nationaltrainer zu machen, das wäre eine große Sache", hatte Hitzfeld gesagt, nachdem er 2004 noch ein Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abgelehnt und so den Weg für Jürgen Klinsmann frei gemacht hatte: "Der Druck und die Erwartungshaltung wären auch in der Schweiz groß. Aber es wäre alles überschaubar."

In der Schweiz hatte Hitzfelds erfolgreiche Trainerkarriere begonnen. Nach dem Pokalsieg 1985 mit dem FC Aarau holte er mit Grasshopper Zürich je zwei Meisterschaften und Pokalsiege, bevor er in die Bundesliga zu Borussia Dortmund wechselte. Mit dem BVB wurde er zweimal Meister und gewann 1997 die Champions League sowie als Sportdirektor den Weltpokal. Bei Bayern München holte der zweimalige Welttrainer in seiner ersten Amtszeit von 1998 bis 2004 vier Meistertitel, zweimal den DFB-Pokal sowie als Höhepunkt 2001 erneut die Champions League und den Weltpokal. Seit Januar 2007 steht er zum zweiten Mal in Diensten der Münchner und will sich im Sommer möglichst mit drei Titeln in der Bundesliga, im DFB-Pokal und dem Uefa-Cup verabschieden.

© SID

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