Fußball International
Pfister bleibt Togo bis 2008 treu

Der deutsche Trainer Otto Pfister wird seinen Vertrag beim WM-Teilnehmer Togo um zwei weitere Jahre verlängern. Der neue Kontrakt des 68-Jährigen soll bis nach dem Afrika-Cup 2008 in Ghana gelten.

Allen Querelen zum Trotz wird der deutsche Coach Otto Pfister seinen Vertrag bei WM-Teilnehmer Togo um zwei weitere Jahre verlängern. "Wir sind uns verbal einig", sagte Pfister dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Ich treffe nächste Woche in Paris den Präsidenten, und dann wird das wohl über die Bühne gehen."

Offiziell hat der gebürtige Kölner bis zum 5. August Zeit, um über das Vertragsangebot zu entscheiden. Togos Verbandspräsident Rock Gnassingbe verkündete am Samstag jedoch schon offiziell die Einigung, die offenbar auf ungewöhnliche Art zustande gekommen ist. "Wir haben diese Entscheidung getroffen, und Otto Pfister hat kein Problem damit", sagte Gnassingbe. Der neue Kontrakt des 68-Jährigen Pfister wird bis nach dem Afrika-Cup 2008 in Ghana gelten.

Obwohl der deutsche Coach keinen Kommentar dazu abgeben wollte, war wohl auch der Rücktritt von Generalsekretär Espoir Komlan Assogbavi in der vergangenen Woche entscheidend für sein positives Signal. Assogbavi ist erklärter Gegner Pfisters und hatte ihm während der WM sogar Alkoholprobleme vorgeworfen.

Klage gegen Ex-Generalsekretär weiter möglich

Ob die damals angekündigte Klage gegen Assogbavi trotzdem zustande kommen wird, ließ Pfister offen. "Ich hatte derzeit noch keine Zeit, mich damit zu beschäftigen", sagte der Coach, der derzeit auf Einladung umherreist und Vorträge zu verschiedenen Themen hält: "Er ist ja nun kein Generalsekretär mehr. Da müsste man gegen eine Privatperson klagen. Deshalb kann ich dazu derzeit noch nichts Genaues sagen." Neben dem Generalsekretär waren in der vergangenen Woche auch sein Stellvertreter und zwei weitere Offizielle in Folge der offenbar andauernden Auseinandersetzungen um die WM-Prämien zurückgetreten.

Wichtig für seine Entscheidung sei es, "dass das eine junge Mannschaft ist, die sich bei der WM gut verkauft hat und die einiges an Potenzial hat", erklärte Pfister, der seit Februar in Togo im Amt ist. Dennoch hatten die Afrikaner bei ihrer WM-Premiere alle drei Spiele gegen Südkorea (1:2), die Schweiz (0:2) und den späteren Finalisten Frankreich (0:2) verloren.

In den Blickpunkt geraten war Togo aber vor allem durch den Prämienstreit, in dessen Zuge Pfister vor dem ersten Spiel zwischenzeitlich zurückgetreten war und die Akteure sogar einen Boykott angedroht hatten. Erst das Eingreifen des Weltverbandes Fifa hatte die Situation zumindest kurzfristig entspannt.

Togo ist bereits Pfisters neunte Station als Nationaltrainer. Zuvor hatte der Fußball-Weltreisende bereits Ruanda, Burkina Faso (früher Obervolta), den Senegal, die Elfenbeinküste, die Demokratische Republik Kongo (früher Zaire), Ghana, Saudi-Arabien und Bangladesch betreut.

© SID

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